Bauarbeiten

Kirchplatz in Schlanstedt hat sich verändert

Stolz hat der Gemeindekirchenrat von Schlanstedt den fertigen Außenbereich der Martinikirche begutachtet. Auch der Baufortschritt im Inneren ist sichtbar. Hier entstehen Toiletten und eine Teeküche.

Von Ramona Adelsberger
Landschaftsgärtner Dirk Horenburg, Ortsbürgermeisterin Waltraud Beck und Anwohnerin Brigitte Meier mit den Nachbarskindern Björn und Arne (von links) begutachten die neuen Parkplätze an der Martinikirche von Schlanstedt.
Landschaftsgärtner Dirk Horenburg, Ortsbürgermeisterin Waltraud Beck und Anwohnerin Brigitte Meier mit den Nachbarskindern Björn und Arne (von links) begutachten die neuen Parkplätze an der Martinikirche von Schlanstedt. Fotos (2): Ramona Adelsberger

Schlanstedt - Dass an der Schlanstedter Kirche bereits seit dem Vorjahr gebaut wird, hat sich längst herumgesprochen.

Im Inneren der Kirche entstehen im Vorraum eine Teeküche und eine Toilettenanlage. Damit erhält die Martinikirche nun die Voraussetzungen für ein echtes Begegnungszentrum. Diese Investitionen werden mit Mitteln aus dem Leader-Fonds möglich.

Dass aber auch der Zugang auf dem Platz vor der Kirche umgestaltet wurde, haben zufällige Besucher mit Erstaunen wahrgenommen. Dieser Außenbereich ist nun fertig und wurde durch den Gemeindekirchenrat, den betreuenden Architekten Uwe Wiblishauser und Landschaftsgärtner Dirk Horenburg als Ausführender des Auftrags, gemeinsam ganz genau begutachtet.

Abnahme ohne Beanstandungen

Hier, wo bisher nur eine recht unebene Rasenfläche war, sind neue Parkplätze entstanden und ein gepflasterter, gut begehbarer Weg über den Kirchplatz ist entstanden, dabei wurden unterschiedliche Höhen angepasst.

„Die Stolperstellen sind verschwunden“, erklärt Anwohnerin Brigitte Meier erfreut. Sie kümmert sich seit dem Vorjahr um den Kirchplatz, hat aufgeräumt, geschnitten und angepflanzt. Täglich ist sie hier anzutreffen und sorgt unermüdlich dafür, dass sich der Kirchplatz in einen ansehnlichen Platz in Schlanstedt entwickelt hat.

Und die gute Nachricht gleich vorweg: Es gibt keinerlei Beanstandungen der Arbeiten des Landschaftsgärtners, damit kann die Abnahme als mängelfrei im Protokoll vermerkt werden.

„Das war ein sehr schöner Auftrag“, sagt Dirk Horenburg, der mahnt, dass die neue Rasenfläche mindestens sechs Wochen nicht befahren werden sollte und gleich noch einige Tipps zur künftigen Pflege parat hat.

Er erklärt, dass der frisch eingesäte Rasen, der richtig gut anzugehen scheint, nur richtig wachsen wird, wenn er in den kommenden Wochen genügend Feuchtigkeit erhält. „Bisher hatten wir gutes Rasenwetter“, so der Landschaftsgärtner und die Wetterprognose sehe auch für die nächste Zeit „rasenfreundlich“ aus.

Weil Horenburg weiß, dass Brigitte Meier in erster Linie für die Pflege des Rasens zuständig sein wird, legt er ihr ans Herz, den neuen Rasen nie verkrauten zu lassen und bereits den Anfängen zu wehren. Dabei ist er ein glühender Verfechter von Heißdampf statt Chemie bei der Unkrautvernichtung. „Bei der Beratung bin ich gern behilflich.“

Keine Tretminen mehr auf dem Gelände

Für Ortsbürgermeisterin Waltraud Beck (CDU) ist jeder Fortschritt auf dem Kirchplatz sehr erfreulich. Was im letzten Jahr hier entstanden ist, sei ganz enorm.

„Wenn Neugierige sogar von außerhalb auf unseren Kirchplatz kommen, um die neuen Kirchenfenster, die jeden Abend beleuchtet sind, zu bewundern, müssen wir uns nicht mehr wegen des Zustands des Platzes schämen.“

Denn auch eine kürzliche Aktion der Schlanstedter Jugendfeuerwehr mit dem Gemeindekirchenrat ist von Erfolg gekrönt. Weil Schlanstedter Hundebesitzer ihre Vierbeiner immer wieder auf den Kirchplatz geführt hatten, ohne die Hinterlassenschaften mitzunehmen, hatte die Feuerwehr eine Reihe von Schildern angebracht (die Volksstimme berichtete). „Unser Kirchplatz ist jetzt sauber“, so die Ortsbürgermeisterin erfreut.

Arbeiten sollen bis Oktober abgeschlossen sein

Und noch eine weitere neue Errungenschaft auf dem Kirchplatz ist bereits gut sichtbar. Nachdem die Schlanstedter im August 2020 beschlossen hatten, das Denkmal des trauernden Soldaten zu erneuern, ist es kaum wiederzuerkennen. Seit 1929 steht das Denkmal aus Sandstein im Schatten der Martinikirche und erinnert an die Gefallenen des ersten Weltkrieges, mit der Zeit aber war es unansehnlich geworden. Mit Spenden aus der Bevölkerung ist es gelungen, dass Steinmetz René Voß den Soldaten einer Rundumerneuerung unterzogen hat.

„Sogar der Helm wird noch komplettiert“, erklärt Brigitte Meier. Denn ursprünglich trug der Helm ein Zierband aus Metall, das nun wieder neu angefertigt wird. „Auch das können wir mit Hilfe von Spenden unserer Bürger umsetzen“, so Brigitte Meier dankbar.

Am Sonntag, 3. Oktober, findet in der Martini-Kirche Schlanstedt ein Gottesdienst zur Goldenen Konfirmation statt. Bis dahin sollen die Arbeiten auf dem Kirchplatz abgeschlossen sein.