Halberstadt l Ein junger Architekt aus Leipzig, Paul Jäger, mit Wurzeln in Halberstadt, lässt die Diskussion um die Wiederbebauung des Klubhaus-Grundstücks in seiner Geburtststadt nicht los. Die für nach den Abriss des alten Hauses geplante Variante mit einem Wohnhaus plus Supermarkt berührt ihn genauso wenig wie viele Halberstädter, die dem möglichen Betonriegel entlang der Harmoniestraße/Spiegelstraße sehr kritisch gegenüberstehen, wie kürzlich ein Bürgergespräch im Rathaus zeigte. Paul Jäger entwarf in seiner Freizeit ein Konzept „Kultur-Pavillion“ für die Kreisstadt. Das stellt er exklusiv der Volksstimme vor.

„Wie können wir dazu beitragen, dass unsere Stadt ein lebens- und liebenswerter Ort wird, an dem junge Menschen gern wohnen bleiben, Familien attraktive Möglichkeiten finden und auch die Älteren sich wohlfühlen?“ Diese Frage trieb Paul Jäger um. Halberstadt habe Potenzial. Das Konzept soll Entscheidungsträgern architektonische Impulse geben. Der Vorschlag sei, anstelle des alten Klubhauses einen innovativen Ort der Begegnung und Vernetzung zu schaffen. „Die bauliche Struktur stellt dabei eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft her. Sie schließt an das ursprüngliche Gelände sowie dessen traditionelle Funktion und Strahlkraft an, schafft offene Räume und Raumkonzepte – eine völlig neue Sichtbarkeit und Durchlässigkeit“, erklärt Paul Jäger.

Das Argument der Stadt Halberstadt, dass es für ein neues Kulturhaus keinen Investor und Betreiber gebe, weil sich diese Häuser finanziell nicht tragen würden, ließ den Leipziger nicht los. Der Architekt will mit seinem Entwurf Kultur und Wirtschaftlichkeit verbinden.

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