Halberstadt l Es war Anfang diesen Jahres heftig im Stadtrat gestritten worden darüber, ob im Gewerbegebiet am Sülzegraben ein Kreisverkehr gebaut werden soll oder nicht. Die einen sahen darin Geldverschwendung, die anderen eine Notwendigkeit, wenn die Ortsumgehung einen Ausbau der Bundesstraße 79 am Gewerbegebiet erfordert. Diese Diskussion hat sich inzwischen von selbst erledigt.

Kein Geld vom Kreis

Wie Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke) während der jüngsten Sitzung des Stadtrates mitteilte, habe die Stadt für den Kreiselbau den Landkreis Harz als einen möglichen Fördergeldgeber angeschrieben und um Zuschüsse gebeten. Mündlich sei vonseiten der Kreisverwaltung der Stadt aber Ende Mai mitgeteilt worden, „dass es eine Unterdeckung an Fördermitteln gebe, sodass der Kreisverkehr vom Landkreis nicht gefördert werden kann.“ Damit ist für die Stadtverwaltung diese Ausbauvariante der Kreuzung Im Sülzeteiche und Am Sülzegraben vom Tisch.

Rechtsausfahrt

Die Straße Im Sülzeteiche soll nun nur als Rechtsausfahrt und gegebenenfalls als Rechtsrein/Rechtsraus-Lösung gestaltet werden, sagte Henke. Sobald die schriftliche Antwort des Landkreises vorliegt, werde man den Landesstraßenbaubetrieb als Planträger von dieser Änderung in Kenntnis setzen.

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Bleichstraße

Auch über ein weiteres umstrittenes Straßenbauthema sprach Henke, über die Verschwenkung der Bleichstraße. Die soll ausgebaut werden und zugleich in Höhe Kreuzung Gröper- und Huystraße eine neue Trassenführung erhalten. Wie Henke berichtete, sei die Verwaltungsvereinbarung zwischen dem Landkreis Harz und der Stadt bis zur Leistungsphase 4 ergänzt worden. Ziel sei es, im zweiten Halbjahr 2017 mit dem Bau zu beginnen.

Im Juni war dazu noch ein Treffen von Vertretern des Landkreises Harz als Baulastträger des nördlichen Teils der Gröperstraße, der Polizei, der beiden Verkehrsbehörden, des beauftragten Planungsbüros IPP Blankenburg, der Halberstädter Verkehrsgesellschaft, sowie der Abteilungen Stadtplanung und Tiefbau geplant.