Bebertal l Lange Zeit herrschte Unsicherheit um die Veltheimsburg in Bebertal, nachdem der ehemalige Burgbesitzer Dieter Neddermeyer im Jahr 2012 verstorben war. Er hatte die Burg Stück für Stück liebevoll saniert, doch dann fristete sie einen Dornröschenschlaf. Nun aber zeigt sich wieder Licht über der Burg. Neuer Burgherr ist seit diesem November Holger Schwarz, der in Schackensleben wohnt.

Er selbst bezeichnet es als „Zufall“, dass er jetzt der neue Eigentümer der Veltheimsburg ist. „Ich kannte die Burg schon und wollte so etwas schon immer mal haben“, fasst er kurz zusammen. In den vergangenen Wochen hat er kräftig rangeklotzt, um die Räumlichkeiten herzurichten.

Denn am morgigen Sonnabend soll offiziell Eröffnung gefeiert werden. Dafür hat Holger Schwarz eine Ausstellung organisiert, bei der er nicht nur selbst seine Photografik zeigt, sondern auch Stefanie Gendera die Kunstrichtung Airbrush vorstellt. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Naive Malerei von Felix Peter und die Sammlungen von Dr. Michael Hofmann. Unterstützt von den lokalen Vereinen wie dem Schützenverein, den Landfrauen sowie dem Heimatverein soll die Veranstaltung einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Veltheimsburg einleiten. Passenderweise hat der Burgherr die Einladung mit „Nach einem Dornröschenschlaf öffnet die Burg wieder die Burgtore“ überschrieben.

Interessierte Besucher sind von 13 bis 18 Uhr willkommen. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Und wer es morgen nicht schafft, einmal vorbeizuschauen, hat am Sonntag, 29. November, noch einmal Gelegenheit für eine Stippvisite. „Die Ausstellungen der Künstler und eines Sammlers sind genauso vielfältig und interessant wie die über 900-jährige Geschichte der Burg selbst“, sagt der Burgherr.

Ein Teil des Erlöses vom Eröffnungswochenende soll in den Erhalt der Veltheimsburg fließen, denn auch für die Zukunft hat Holger Schwarz noch einiges mit seiner Burg vor. Schon seit langem als Ausflugsziel in der Hohe Börde bekannt, soll die Burg als Ort für vielfältige Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Familienfeste im historischen Umfeld präsentiert werden. „Wichtig ist, zu zeigen, dass hier wieder Betrieb ist“, unterstreicht Holger Schwarz. Nach seinem Willen soll in den Räumlichkeiten auch wieder eine Gastronomie einziehen. Für Gästezimmer und Ferienwohnungen wäre im Burgensemble ebenso Platz.

Das Standesamt der Hohen Börde auf der Veltheimsburg ist eine beliebte Adresse und das soll auch in Zukunft so bleiben. Ebenso wird die Heimatstube des Bebertaler Heimatvereins hier weiterhin ansässig und der Park für Besucher geöffnet bleiben.

„Heute ist noch nicht alles perfekt, doch mit der Unterstützung der vielen Besucher sowie dem lokalen Engagement durch die Vereine und natürlich des Burgherrn selbst, wird das Dornröschen – die Veltheimsburg von Bebertal – wieder erwachen“, ist sich Holger Schwarz sicher.