Wedringen l Für den feierlichen Moment hat sich hoher Besuch angekündigt: Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel, der Präsident der Landesstraßenbaubehörde Uwe Langkammer sowie Staatssekretär Enak Ferlemann wollen an der Grundsteinlegung teilnehmen. Los geht es um 11.30 Uhr.

Wie Andreas Boehle von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) mitteilt, wird die neue Brücke nur wenige Meter nördlich des bisherigen Bauwerks zwischen Haldensleben und Wedringen errichtet. Zunächst seien Gründungsarbeiten zu erledigen.

Einen Tag nach der Grundsteinlegung steht der nächste Termin an. „Dann nehmen die untere und die obere Naturschutzbehörde die Artenschutzmaßnahmen und die landschaftspflegerischen Maßnahmen ab“, informiert Andreas Boehle. Erst danach könne der eigentliche Bau der B71n beginnen. Dabei geht es zunächst um den Abschnitt zwischen dem Abzweig Richtung Althaldensleben (Kreisstraße 1158) und der sogenannten Feldküche zwischen Wedringen und Vahldorf. Falls die Abnahme am Donnerstag wie geplant erfolgt, geht es laut Andreas Boehle am 1. August weiter. Dann werde das Unternehmen Ontras eine Ferngasleitung umverlegen. Diese verläuft im Bereich der Kreuzung mit der K 1158. Wie komplex der Zeitplan für die Wedringer Ortsumgehung ist, lässt sich an weiteren Daten erkennen: Im Bereich der zu bauenden neuen Beberbrücke haben die Stadtwerke bereits Gasleitungen verlegt, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Im September und Oktober fahren sie laut Andreas Boehle mit Leitungen fort, die sich im Bereich der Magdeburger Straße und der K 1158 befinden.

Archäologen kommen

Im Zuge der Arbeiten werden auch Archäologen eingebunden. „Ab September oder Oktober sollen sie für den Abschnitt bis zur Feldküche sogenannte Probeschnitte anlegen. Je nachdem, was sie finden, kann sich ihre Arbeit bis in das Jahr 2018 hineinziehen“, erläutert Andreas Boehle.

Auch in der Haldensleber Kernstadt wird es ernst. Das betrifft zunächst die Brücke über die ehemalige Kanonenbahn. „In den nächsten drei bis vier Wochen werden wir erste Ausschreibungen für die Umfahrung auf der Südseite veranlassen“, sagt Andreas Boehle. Ab September solle die Baufreiheit auf den angrenzenden Privatgrundstücken hergestellt werden. Im Januar oder Februar werde die Brücke abgerissen. Der ebenerdige, vierspurige Ausbau der B71 beziehungsweise Magdeburger Straße sei für die kommenden beiden Jahre vorgesehen. 2018 soll er auf der Nordseite, 2019 auf der Südseite erfolgen.

„Die beiden Knotenpunkte an der Otto-Kreuzung und der Jakob-Uffrecht-Straße werden abschnittsweise gebaut, damit der Verkehr weiter fließen kann“, so Andreas Boehle. Dadurch könne es zu zeitlichen Verschiebungen kommen. „Dessen ungeachtet ist die komplette Verkehrsfreigabe für Mitte 2021 geplant“, teilt Andreas Boehle mit. Daran würden auch bisher absehbare Verschiebungen innerhalb des Zeitplans nichts ändern.