Süplingen l Dort, wo bald Kinderlachen zu hören sein wird und kleine Füße sich ihren Weg durch die Flure bahnen, schallt bisher noch das Radio der Bauarbeiter. In Süplingen ist eine neue Kindertagesstätte entstanden. In der städtischen Einrichtung sollen künftig 50 Mädchen und Jungen betreut werden.

Bereits beim Betreten des Eingeschossers fällt auf, wie hell es in der Fluren der Einrichtung ist. „Wir haben hier bewusst mit Löchern in der Decke gearbeitet, die natürliches Oberlicht in das Gebäude bringen“, erklärt Bauamtsleiter Holger Waldmann. Im Zusammenspiel mit dem grünen Fußbodenbelag schafft das eine freundliche Atmosphäre.

Drei Gruppenbereiche im neuen Gebäude

Auf einer Grundfläche von insgesamt 812 Quadratmetern erstrecken sich drei Gruppenbereiche. Einer davon ist für die Krippenkinder, die beiden anderen für Kindergartengruppen. Für die Krippenkinder gibt es einen Gruppen- und einen Schlafraum. Für die älteren Kita-Kinder gibt es zwei Gruppenräume sowie einen großen Mehrzweckraum, der unter anderem für Aufführungen und Veranstaltungen genutzt werden könne. Von den Gruppenräumen gibt es jeweils einen Zugang zum Außengelände. Außerdem gibt es ein Kindercafé mit Kinderküche, eine Kreativwerkstatt und eine Sprachwerkstatt. Weitere Nebenräume sind beispielsweise Aufenthaltsräume für die Erzieher sowie die sanitären Anlagen.

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Ende Juni soll der Kita-Neubau mitsamt den Außenanlagen fertig sein. Letztere werden mit neuen Spielgeräten ausgestattet, aber auch alte Geräte werden in die neue Anlage eingebunden. „Wir haben versucht, den vorhandenen Baumbestand soweit wie möglich zu schonen“, sagt Waldmann.

Platz war zu knapp

Allein der Bau des Gebäude kostet rund 1,8 Millionen Euro, hinzu kommen 260 000 Euro für die Gestaltung der Außenanlagen. Das Projekt wird mit 75 Prozent Fördermitteln aus dem Stark-III-Programm gefördert. Der Neubau der Kita war erforderlich, da der Platz im alten Gebäude schon lange viel zu knapp war. Zudem war das Gebäude in die Jahre gekommen. Deshalb entschieden sich Verwaltung und Stadträte dafür, einen Neubau zu errichten. „In dem alten Gebäude waren keine idealen Bedingungen für eine Kinderbetreuung gegeben“, so Holger Waldmann.

Im Juni 2019 wurde mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Zum einen wurde die alte Hortbaracke, die mitten auf dem Kita-Gelände stand, abgerissen. Dann wurde die Baustelle für den Neubau eingerichtet.

Diskussionen um den Hortbetrieb

Mit der Entscheidung für einen Neubau der Süplinger Kita war auch eine langwierige Diskussion verbunden gewesen. Mit Abriss der alten Hortbaracke sollte auch der Hort eingestampft werden. Das Problem: In Süplingen gibt es keine Schule, die Horte sind meist an die Schulen angegliedert. Süplinger Bürger und Eltern wehrten sich gegen die Einstampfung des Hortes. Rund 30 Hortkinder werden deshalb derzeit in einer Übergangslösung betreut.

Laut dem Bauamtsleiter prüft die Stadtverwaltung derzeit, inwiefern das alle Kita-Gebäude in Zukunft noch für eine Hortbetreuung genutzt werden könnte. So soll ermittelt werden, wie viele Kinder die Hortbetreuung in Anspruch nehmen würden und wir hoch die Kosten für Sanierungsarbeiten an dem alten Gebäude wären. Das letzte Wort darüber hat dann der Stadtrat. Im Herbst 2020 kann das moderne und farbenfrohe Gebäude laut Stadtverwaltung dann von den Kita-Kindern und Erziehern bezogen werden.