Zielitz l Wenn es über den Rückstandshalden regnet, bildet sich salzhaltiges Wasser. „Mit dem ordnungsgemäßen Betrieb der Halden sind auch die Fassung und geordnete Entsorgung des mineralisierten Haldenwassers verbunden“, informiert Ines Feldberg von der Umweltabteilung im Kaliwerk Zielitz.

Schutz für Grundwasser

Haldenrandgräben und Drainagen sorgen dafür, dass das salzhaltige Wasser nicht in das Grundwasser gelangt. Das Haldenwasser wird zunächst in den großen Tanks unweit von Loitsche zwischengelagert und dann entsprechend der behördlichen Vorgaben in die Elbe geleitet. „Der Abstoß ist an der Wasserführung der Elbe auszurichten“, so Ines Feldberg, „deshalb müssen wir entsprechende Speicherkapazitäten vorhalten.“

35000 Kubikmeter Fassungsvermögen

Mittlerweile sind soviel Fassungssysteme geschaffen worden, dass die bestehende Kapazität nicht mehr ausreicht. Zusätzlich zu den bereits vorhandenen jeweils 4000 Kubikmeter fassenden Behältern soll deshalb ein Speicherbecken errichtet werden, das bis zu 35 000 Kubikmeter Haldenabwasser aufnehmen kann. Es entsteht unmittelbar neben den bekannten blauen Tanks auf dem Gelände, das früher vom Zielitzer Bauhof genutzt wurde. „Dieser Standort bietet den Vorteil, dass unmittelbar an die vorhandene Stapelkapazität angeschlossen werden kann“, erläutert Ines Feldberg. Das Landesamt für Geologie und Bergwesen hat bereits grünes Licht für den Bau des Speicherbeckens gegeben. Mittlerweile haben die ersten Arbeiten begonnen. Die Inbetriebnahme des neuen Beckens, das etwa 130 mal 110 Meter groß sein wird, ist für Dezember 2016 geplant.