Die Sporthallen des Landkreises

Das sind die elf Sporthallen in Trägerschaft des Landkreises Börde. In Klammern stehen die erhofften Einnahmen, wenn die Vereine die Hälfte der auf sie entfallenden Betriebskosten übernehmen.

Einfeldhallen:

⦁ Gemeinschaftsschule „Gutenberg“, Wolmirstedt (1970 Euro)

⦁ Förderschule Klein Oschersleben (3482 Euro)

⦁ Förderschule Uthmöden (790 Euro)

Zweifelderhallen:

⦁ Sekundarschule „Marie Gerike“ Haldensleben (3776 Euro)

⦁ Sarresporthalle Wanzleben (5868 Euro)

⦁ Förderschule "Johann Heinrich Pestalozzi" Haldensleben (4890 Euro)

Dreifelderhalle:

⦁ Börde-Gymnasium Wanzleben (5236 Euro)

⦁ „Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium“ Wolmirstedt (7002 Euro)

⦁ Berufsbildende Schule Haldensleben (9786 Euro)

⦁ Ohrelandhalle Haldensleben (8475 Euro)

⦁ Sporthalle „Am Bruch“ Oschersleben (6024 Euro)

Haldensleben l Vereine aus dem Landkreis Börde, die kreiseigene Sporthallen nutzen, müssen möglicherweise bald dafür bezahlen. Hallenmiete wird zwar nicht fällig, der Kreis beabsichtigt aber, sie an den Betriebskosten zu beteiligen. Im Gespräch sind vier Euro pro Stunde und genutztes Hallenfeld, für eine Drei-Felder-Halle wären dann also zwölf Euro fällig.

Nun werden Vorentscheidungen in einigen Ausschüssen getroffen, doch das letzte Wort hat der Kreistag. Gänzlich neu ist das Thema nicht. Bereits im Kreistag im Dezember 2018 wurde das Thema angesprochen, ebenso im Sozialauschuss vom Februar. Damals wurden den Abgeordneten eine Kalkulation sowie mehrere Varianten vorgestellt. Übrig blieb in der Diskussion eine Variante, deren genaue Kostenberechnung den Ausschussmitgliedern nun vorgelegt wird.

Kreissportbund ist nicht erfreut

Laut dieser Kalkulation fallen bei den kreiseigenen Hallen jährlich knapp 830.000 Euro Betriebskosten an. Wenn die Vereine die anteilig auf sie entfallenden Betriebskosten zur Hälfte übernehmen, würde die Kreiskasse um 57.300 Euro entlastet. Bei einer Beteiligung von 30 Prozent – dann wären pro Stunde und Hallenfeld 2,50 Euro fällig – würden sich die Vereine mit rund 35.000 Euro an den Kosten beteiligen.

„Über diese Pläne sind wir nicht erfreut“, sagte Hartmut Baethge, der Geschäftsführer des Kreissportbunds (KSB). Denn: „Damit ist der Kreis Vorreiter im Land.“

Andere Kommunen arbeiten mit Zuschüssen

In der Börde und im ganzen Land Sachsen-Anhalt gebe es zwar eine Reihe von Kommunen, die für ihre eigenen Hallen ebenfalls Betriebskostenzuschüsse verlangen, teilweise sogar sehr hohe. Doch Landkreise seien diesen Schritt noch nicht gegangen, „normalerweise stehen Sportstätten frei zur Verfügung“.

Der Kreissportbund sei im Vorfeld nicht einbezogen worden, er selbst sei im Dezember 2018 auf der Kreistagssitzung von diesen Plänen überrascht worden, so Baethge. Ganz ohne Gegenwehr scheint der KSB das Vorhaben aber nicht hinnehmen zu wollen.

„Wir werden uns mit dem Thema beschäftigen", kündigte­ ­Baethge an. Was der Kreissportbund weiter unternehmen wird, das ließ der Geschäftsführer offen. Allerdings wird er recht deutlich. „Das Geld könnte man besser in den Sport investieren." Schließlich leisten die Sportvereine eine wertvolle Arbeit, nicht zuletzt im Bereich der Jugend.