Hundisburg l „Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut“, verrät Harald Blanke. Er ist der Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung. Zusammen mit Joachim Hoeft, dem Vorsitzenden der Kultur-Landschaft Haldensleben-Hundisburg, nahm er die Gäste in Empfang. Etwa eineinhalb Stunden lang besichtigten sie das Schloss und den Barockgarten.

Mit dabei waren: Heide Palmer, Referentin in der Staatskanzlei für die kulturelle Zusammenarbeit Sachsen-Anhalts mit Frankreich, Mona Guichard, Kulturattaché in der französischen Botschaft in Berlin, Laurent Lalanne vom Institut Francais Paris, Chloé Gaboriau, Kulturbeauftragte der französischen Botschaft in Berlin sowie Felicitas Remmert vom Verein „Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt“. Wie Harald Blanke erklärte, besucht die Delegation derzeit verschiedene Orte in Sachsen-Anhalt. Darunter auch Wörlitz mit seinem zum Weltkulturerbe gehörenden Park. Den Hintergrund bildeten Stipendien, die das Institut Francais vergebe. In Hundisburg stand auch das Weinberghaus auf dem Programm. Letzteres hat in der Vergangenheit bereits verschiedenen Künstlern als Wirkungsstätte gedient - unter anderem im Rahmen eines Stipendiums des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt.

„Letztlich geht es um die Frage ‚Was können die Leute hier machen?‘. Die Künstler sollen nicht nur an dem jeweiligen Ort wohnen, sondern von ihm inspiriert werden“, erklärte Harald Blanke. In dieser Hinsicht biete Hundisburg vielfältige Möglichkeiten von Musik bis hin zur sogenannten Land Art - dahinter verbirgt sich eine Kunstrichtung, in deren Mittelpunkt die künstliche Veränderung der Landschaft steht. Ein solches Projekt mit französischer Beteiligung habe es bereits vor zehn Jahren in Hundisburg gegeben.

Der Besuch der Delegation zeigt laut Harald Blanke, dass sich Hundisburg bei den möglichen Residenzen bereits in der engeren Auswahl befinde. Viele Details seien aber derzeit noch unklar - beispielsweise, um wie viele Künstler es pro Jahr gehe. Generell sei eine Entscheidung voraussichtlich erst im Jahr 2019 zu erwarten. Zumindest hätten sich die Gäste vor Ort sehr angetan gezeigt.

Sollte Hundisburg ausgewählt werden, würde das verschiedene Möglichkeiten bieten: „Es wäre eine kulturelle Bereicherung für uns und die Stadt. Und es würde Chancen der weitergehenden Vernetzung mit sich bringen“, führte Harald Blanke aus. „ Der Standort wird davon belebt, dass wir eine Vielfalt von Aktionen und Nutzungen bieten.“