Haldensleben l „Dieser Verlauf ist saisonüblich. Besonders in witterungsabhängigen Branchen, wie der Land- und Forstwirtschaft, dem Garten- und Landschaftsbau sowie dem Baugewerbe, ist die Nachfrage an Arbeitskräften im Winter geringer. Sie steigt im Frühjahr jedoch wieder an“, erklärte Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Magdeburger Arbeitsagentur, am Freitag den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Dezember 2018.

Sowohl in der Börde als auch im Jerichower Land sind die Arbeitslosenquoten gegenüber dem Vormonat November gestiegen. Lediglich in der Landeshauptstadt blieb die Quote dagegen unverändert. Im Vorjahresvergleich sowie im Jahresdurchschnitt ist die Arbeitslosigkeit aber in allen drei Regionen gesunken, heißt es im dem am Freitag vorgestellten Arbeitsmarktbericht.

Haldensleber Quote bei 4,5 Prozent

In der Kreisstadt Haldensleben stieg die Zahl der Arbeitslosen von November auf Dezember um 44 auf 1322 Personen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote betrug damit 4,5 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 4,8 Prozent.

1204 Menschen ohne Arbeit waren im Dezember im Agenturbereich Wolmirstedt registriert. Das sind 57 Personen mehr als im November. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,2 Prozent, im Vorjahr betrug sie 4,3 Prozent.

Gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen auf im Geschäftsstellenbereich Oschersleben im Dezember. Laut Arbeitsmarktreport stieg die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 130 auf 1626 Personen an. Die Arbeitslosenquote betrug damit 8,6 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 8,8 Prozent.

Saisonbedingter Nachfrage-Rückgang

Im Bereich Wanzleben stieg die Arbeitslosigkeit um 35 auf 744 Personen. Die Arbeitslosenquote für Dezember lag bei 4,7 Prozent, vor einem Jahr waren es 5,1 Prozent.

Für den gesamten Landkreis Börde weist der aktuelle Arbeitsmarktbericht eine Arbeitslosenquote von 5,3 Prozent aus. Damit wurde der Vorjahreswert um 0,2 Prozentpunkte unterschritten. Insgesamt errechnet sich für die Börde im Jahr 2018 eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent. Verglichen mit dem Jahr 2017 ist dies eine Abnahme der Quote um 0,4 Prozentpunkte. Im Landkreis waren durchschnittlich 5144 Personen arbeitslos gemeldet. Im Jahr zuvor waren es noch 5666 Menschen.

„Die Nachfrage nach Arbeitskräften geht im Dezember traditionell zurück, aufgrund der günstigen Wetterlage und erhöhter branchenspezifischer Nachfrage an Arbeitskräften wurden im Dezember 2018 jedoch sogar mehr Stellen gemeldet als im Vormonat und Vorjahresmonat“, erklärte Matthias Kaschte.

Arbeitgeber meldeten im Agenturbezirk im Dezember 1534 freie Arbeitsstellen am ersten Arbeitsmarkt, das waren 22,0 Prozent mehr als im November und 205 (ein Plus von 15,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn sind 16.400 Stellen beim Arbeitgeber-Service eingegangen. Im Dezember 2018 waren 5575 Arbeitsstellen im Bestand, die meisten Stellenangebote betreffen die Berufsgruppen der Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (1779 Stellen, beispielsweise Mechatroniker), Gesundheit und Soziales (1137 Stellen, beispielsweise Altenpfleger) und Verkehr und Logistik (965 Stellen, beispielsweise Berufskraftfahrer).