Piplockenburg/Mannhausen l Auf dem Weg vom Naturpark zum Biosphärenreservat werden immer wieder touristische Attraktionen mit viel Heimatliebe als Erwerbsquellen erschlossen. Eine neue Besonderheit ist der Panoramablick vom neu eröffneten Saal der Drömlingsklause auf die weidenden Wasserbüffel. „Wir haben noch keinen Namen für die neue Räumlichkeit, die wir mit Unterstützung der Lokalen Aktionsgruppe ,Rund um den Drömling‘ mit Mitteln aus dem Leader-Programm gebaut haben. Es ist ein Veranstaltungsort, den wir von März bis Oktober nutzen können“, erklärte Daniela Germer. Die junge Frau hat vor einigen Jahren den Gaststättenbetrieb und nun auch den landwirtschaftlichen Betrieb von ihrem Vater Jürgen Germer übernommen.

Im Zuge des Baus der Veranstaltungshalle ist auch eine Terrasse, die im Besonderen für Fahrradtouristen gedacht ist, entstanden. Ganz gezielt kommen sehr viele Tagestouristen zur Flachwasserzone nach Piplockenburg, dem größten Anziehungspunkt für Naturfreunde. Dort können Besucher große Vogelschwärme beobachten. Über 40 Freiwillige sind es zur Zeit, die die Arbeit der Naturparkmitarbeiter – ohne dafür Geld zu bekommen – unterstützen. Viele dieser Freiwilligen sind auch Bewohner der Drömlingsorte. Neben dem Arbeitsplatz ist der Drömling als Umfeld ganz wichtig, um diese Menschen hier in der Region zu halten.

Per Kremser durch den Drömling

„Zu den Aufgaben gehört es, den Naturpark zum Biosphärenreservat zu entwickeln und damit die Qualität des Drömlings zu erhöhen“, sagte Sabine Wieter, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Naturpark. Der Mensch soll noch stärker in die touristische Vermarktung einbezogen werden. Aber auch das wirtschaftliche Potenzial soll besser ausgeschöpft werden. Ein gutes Beispiel für die Verbindung von Tourismus und Wirtschaft ist der Betrieb der Familie Germer. Mit finanzieller Hilfe der Leader-Aktionsgruppe wurde 2013 eine Scheune zu einem Ferienhaus ausgebaut. Das Gästehaus bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen und auch für andere Gruppen.

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Genau ins Vermarktungskonzept passt auch Germers Landwirtschaft, denn das Fleisch seiner heimischen Rinderzucht wird im Gasthaus verkauft. Auch die über 30 Wasserbüffel sind im Drömling eine Attraktion. Durch die Nähe der Flachwasserzone hat sich auch der Gaststättenbetrieb entwickelt. Mitarbeiter des Naturparks führen Wanderungen zum Beobachtungshäuschen durch und berichten über die Artenvielfalt. Danach gibt es Gänsebraten in der Drömlingsklause.

Ebenso beliebt ist der Kutschbetrieb. Mit dem Kremser lassen sich Naturfreunde durch das Land der tausend Gräben chauffieren. Dietmar Weigt ist einer von 20 zertifizierten Natur- und Landschaftsführern. Er wird demnächst wieder vom Kremser aus den Besuchern die Schönheit des Drömlings zeigen.

Die nächste Veranstaltung der Naturparkverwaltung ist am Sonnabend, 11. Mai 2019, der dritte Pferdetag. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft „Rund ums Pferd“ laden nach Kämkerhorst ein. „Die Pferdefreunde werden an diesem Tag ausreiten und mit Kutschen und Planwagen unterwegs sein“, erklärte Juliane Ruttkowski, Mitarbeiterin des Naturparks. Start ist um 11 Uhr in Kämkerhorst. „Auf dem Planwagen bestehen noch Mitfahrmöglichkeiten. Auf dem Gelände des Info-Hauses werden Tipps und Hinweise für Reiter, Kutschenfahrer beziehungsweise Ratschläge für die, die es einmal werden wollen, gegeben. Auf vorherige Nachfrage wird für die kleinen Gäste ein Ponyreiten angeboten“, so Juliane Ruttkowski. Wer beim Pferdetag dabei sein möchte, sollte sich bis zum 30. April 2019 unter Tel. 039002/850 11 anmelden.