Walbeck l Das richtige Badewetter mag es am Sonnabend angesichts der kühlen Temperaturen noch nicht gewesen sein, doch zum Arbeitseinsatz an der alten Walbecker Badeanstalt hatten sich zahlreiche Bürger eingefunden, die sich schon auf die neue Badesaison freuen.

Nach den langen Herbst- und Wintermonaten war es an der Zeit, die Becken, das Gelände und den Umkleidebereich wieder auf Vordermann zu bringen.

Aufenthaltsraum gemalert

Hermann Mally zeigte stolz auf den kleinen Aufenthaltsraum, der sich frisch gemalert präsentiert. Gerlinde Hartwich hatte schon vorab Hand angelegt und hier gemalert, erzählte der ehrenamtliche Betreuer der Anlage. Seit Jahren schon hat er als ehrenamtlicher Bademeister ein wachsames Auge auf das Walbecker Kleinod, das von vielen Einwohnern aus der Region geliebt und geschätzt wird. Ein erfrischendes Bad nach Feierabend kann hier jederzeit – allerdings auf eigenes Risiko – genossen werden.

Bilder

Der schneeweiße Sand des Volleyballfeldes wurde von zahlreichem Unkraut und Laub befreit, auch auf den Grünanlagen hatte sich einiges an Laub angesammelt. Unermüdlich karrten einige der Männer die zusammengefegten Haufen zum Kompost.

Nicht fehlen darf Ekkehard Wallbaum, der mit seiner Reinigungsmaschine wahre Kletterkünste unter Beweis stellen muss, denn die zu reinigenden Beckenwände sind steil und tief.

Eine ganze Familie machte sich am Geländer zu schaffen. Frische Farbe lässt die Beckenabgrenzung in weiß erstrahlen.

Blitzschaden beseitigt

Dietmar Pätz und Jörn Schenke beseitigten einen Blitzschaden, denn im vergangenen Jahr war ein Blitz in eine alte Weide außerhalb des Geländes eingeschlagen und hatte einen Teil zum Einsturz gebracht. Dabei waren einige Zaunfelder zerstört worden, die nun wieder von den beiden ausgebessert wurden.

Der Walbecker und der Beendorfer zählen zu den fleißigen Helfern, die Jahr für Jahr mit anpacken, wenn es darum geht, die Badestelle zu pflegen. Sie gehören aber auch zu jenen, die sich früh in die kühlenden Fluten stürzen, um ihre Bahnen zu ziehen.

„Manchmal gibt es einen regelrechten Wettkampf, wer denn zuerst ins Wasser springt“, erzählte schmunzelnd Hermann Mally.

Bis es in diesem Jahr soweit ist, wird allerdings noch ein wenig Zeit vergehen, denn zunächst werden die Becken erst einmal nur etwas aufgefüllt, um den restlichen Dreck, der sich trotz der Reinigung doch immer noch findet, herauszuspülen. Erst im zweiten Gang wird das frische, klare Wasser, das aus dem benachbarten Flüsschen Riole kommt, dann voll eingelassen. Das dauert so zwei Tage.

Altes Dach erneuern

Der Freundeskreis der Badefreunde hat sich außerdem noch ein großes Ziel gesetzt, nämlich müsste dringend das alte Dach des Umkleidebereiches erneuert werden.

„Wenn alles klappt und noch ein paar Spenden gesammelt werden können, sind wir voraussichtlich im kommenden Jahr in der Lage, das Dach neu einzudecken“, berichtete Hermann Mally. Wer etwas dazu beitragen möchte, kann sich einfach bei ihm melden.

Übrigens bedankt er sich einmal mehr bei all jenen, die auch in diesem Jahr durch Geld- und Sachspenden dazu beigetragen haben, dass die Walbecker Badestelle auf Vordermann gebracht werden konnte. Seien es Malerutensilien, Werkzeuge oder Geldspenden – jeder Beitrag ist dem Freundeskreis willkommen, der ausschließlich ehrenamtlich wirkt.

Darum gab es zum Arbeitseinsatz selbstverständlich auch eine Stärkung vom Grill und erfrischende Getränke, die wie selbstverständlich beigesteuert worden waren.