Althaldensleben l Zahlreiche Gäste konnten Holger Stahlknecht als Kreisvorsitzender der Börde-CDU sowie MIT-Kreisvorsitzender Thomas Leitel im Kaminzimmer der Alten Fabrik begrüßen. Dazu zählten unter anderem Sachsen-Anhalts Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch, der Europa-Abgeordnete und Generalsekretär der CDU in Sachsen-Anhalt Sven Schulze, der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens, der Minister für Landesentwicklung und Verkehr sowie Landesvorsitzender der CDU Thomas Webel, die Landtagsabgeordneten Ralf Geisthardt und Guido Heuer sowie Börde-Landrat Hans Walker. Vertreter anderer Parteien sowie verschiedener Unternehmen waren ebenfalls vor Ort.

Unterstützung für Behrens

In Richtung Manfred Behrens erklärte Holger Stahlknecht: „Wir werden alles für Dich tun und Dich unterstützen, damit Du uns im Bundestag wieder vertrittst.“ Der Ausblick auf die Bundestagswahl am 24. September zog sich als roter Faden durch die ganze Veranstaltung. „27 Jahre nach der Wiedervereinigung können wir sagen: Uns allen in Sachsen-Anhalt geht es gut“, resümierte Holger Stahlknecht. Dafür sorgten nicht zuletzt eine geringe Arbeitslosigkeit, steigende Einkommen und eine gute Infrastruktur.

Dennoch gebe es Menschen, die unzufrieden seien. Die Polarisierung innerhalb der Gesellschaft nehme zu. Auch Menschlichkeit und gegenseitige Achtung gerieten manchmal ins Wanken. Daher brauche es Menschen, die dem Land dienen. Die ruhig und beständig ihren Aufgaben nachgingen, ohne sich „verrückt machen“ zu lassen. „Ich denke, da sind wir gut aufgestellt“, so Stahlknecht.

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Spaltung der Gesellschaft verhindern

Thomas Webel betonte, wie wichtig es sei, eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern. Dass die CDU dazu bereit sei, zeige sich unter anderem darin, dass auch Mitglieder befreundeter Parteien an dem Neujahrsempfang teilnähmen. „Wir wollen in Deutschland kein rot-rot-grünes Bündnis. Das nützt Deutschland nicht. Wir wollen, dass Deutschland aus der Mitte heraus regiert wird“, betonte Webel.

Er sehe die CDU aber auf einem guten Kurs: „Wenn wir so weitermachen, bin ich optimistisch, dass wir nach dem 24. September eine vernünftige Regierung auf den Weg bringen werden.“

Landrat Hans Walker hob unter anderem die Situation in der Börde hervor. Mit einer Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent liege man weit unter dem Landesdurchschnitt. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, unseren Landkreis weiter voranzubringen. Dabei wandte er sich auch an Gabriele Brakebusch, die zum Jahreswechsel ihr Kreistagsmandat niedergelegt und den Posten als Kreistagsvorsitzende abgegeben hatte: „Du wirst uns fehlen. Aber wir haben großes Vertrauen, dass Du Deine Kraft auch weiter für uns einsetzen wirst.“

Gemeinsam für Europa kämpfen

Manfred Behrens richtete den Blick erneut auf die Bundestagswahl: „Der 24. September ist ein wichtiger Tag, den wir nur gemeinsam packen können“, erklärte er. Mit Blick auf die Lage in Syrien und die Ungewissheiten, die von der Politik in den USA und Russland ausgingen, fügte Sven Schulze an: „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass wir für dieses Europa, das wir aufgebaut haben, kämpfen.“ Gleichzeitig brauche es aber auch die Bereitschaft zu Veränderungen, wenn die Menschen mit diesem Europa nicht mehr zufrieden seien.

Mit Blick auf die Ernennung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD erklärte Schulze: „Es wird uns eine Freude sein, im Wahlkampf vorzutragen, was er im Laufe der Zeit auf europäischer Ebene über Deutschland und deutsche Politiker gesagt hat.“

Gabriele Brakebusch bezeichnete ihr Amt als Landtagspräsidentin als große Herausforderung. Gleichzeitig sagte sie: „Es ist für mich eine Riesenauszeichnung, dass ich dieses hohe Amt bekleiden darf.“ Als sie in die Politik gegangen sei, sei dies keineswegs ihr Ziel gewesen. „Aber ich habe diese große Herausforderung angenommen, und ich werde bis zum letzten Tag darum kämpfen, dass wir im Landtag eine vernünftige Politik haben.“

Musical-Hits und Sternsinger

Für den kulturellen Teil der Veranstaltung sorgte Stefanie Schmahl. Die Haldensleberin hat unter anderem in Hamburg eine Musical-Ausbildung absolviert. Darüber hinaus nahm sie zwei Jahre lang an einer Singakademie am Theater Magdeburg teil. In dieser Zeit wirkte sie auch an verschiedenen Produktionen des Theaters mit. Mit viel Gefühl und einer eindrucksvollen Stimme präsentierte sie beim Neujahrsempfang verschiedene Musical-Hits, darunter Stücke aus „My fair lady“, „Mozart“ und „Pocahontas“. „Es ist schön, dass ein solches Talent aus unserer Heimat stammt“, betonte Landrat Hans Walker.

Zum Abschluss traten die Sternsinger der katholischen Pfarrei St. Christophorus auf. Sie sammeln dieses Jahr für Kenia, wo viele Menschen an den Folgen einer langen Dürre leiden.