Haldensleben l Zahlreiche gute Neuigkeiten konnte Manfred Metzger, der Landesbeauftragte des THW-Landesverbandes Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, bei seinem Besuch in Haldensleben verkünden. Bei der Veranstaltung an der Johann-Gottlob-Nathusius-Straße waren unter anderem auch Landrat Hans Walker (CDU), der Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens (CDU) sowie Stadtrat Thomas Seelmann (CDU) anwesend.

Ebenso wie Lutz Zimmermann von der Stadt Haldensleben, Kriminaloberrat Eckhard Gluschke als Leiter des Polizeireviers Börde, Roland Wulf von der Landesbereitschaftspolizei und mehrere Vertreter des THW-Ortsverbandes Oschersleben.

Doch zunächst richtete Manfred Metzger den Blick in die Vergangenheit: Das THW Haldensleben sei 1997 zur Zeit des Oderhochwassers zunächst als Stützpunkt gegründet worden. „Ein Jahr später war dieser so weit gefestigt, dass daraus ein Ortsverband wurde“, informierte Manfred Metzger.

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70-Quadratmeter-Halle als Anbau

Aber die Fahrzeuge würden noch heute teilweise im Freien stehen, was ihnen nicht guttue. Deshalb soll der Standort um eine Halle von 70 Quadratmetern in Form eines Anbaus erweitert werden. Der dazugehörige symbolische Spatenstich erfolgte direkt am Sonnabend. Laut Manfred Metzger rechnet das THW mit einer Bauzeit von drei Monaten. Ein besonderer Dank ging an Olaf Habbig, dem die Liegenschaft gehört, auf der sich der THW-Standort befindet.

Aber das war nicht der einzige Programmpunkt. So wurde auch der ehemalige Ortsbeauftragte Torsten Paasche offiziell abberufen. Dieser engagiert sich bereits seit vielen Jahren beim THW Haldensleben. Unter anderem war er als Jugendbetreuer tätig. Darüber hinaus ist er Ausbilder und Prüfer für die Grundausbildung. Nicht zuletzt hielt er den Ortsverband Haldensleben während des Hochwassers 2013 „auf Kurs“, wie Manfred Metzger hervorhob. Sein Amt als Ortsbeauftragter übte Torsten Paasche von 2011 bis zum 30. April 2016 aus.

Sein Nachfolger ist Uwe Willenbacher - und zwar bereits seit dem 1. Mai 2016. Am Wochenende wurde er nun offiziell berufen. Willenbacher ist bereits seit 1993 im THW und unter anderem Bereichsausbilder Koch. 2008 bekam er das Helferzeichen in Gold mit Kranz verliehen.

Linienbus mit Werbebildern

„Das Technische Hilfswerk gibt es seit etwas mehr als 60 Jahren - und seit guten 25 Jahren in den neuen Bundesländern“, blickte auch Manfred Behrens zurück. Als Zeichen der Unterstützung habe er den Ortsverband Haldensleben bereits 2015 zu einem Arbeitsgespräch besucht. Mit dabei war auch Stephan Mayer. Dieser sitzt für die CSU im Bundestag und ist darüber hinaus Präsident der THW-Bundesvereinigung. Weitere Teilnehmer des Gesprächs: der Landtagsabgeordnete Ralf Geisthardt (CDU), Torsten Paasche und Thomas Seelmann.

Bei dem Treffen ging es um das Thema Helferwerbung. Es kam die Idee auf, einen Image-Bus ins Rennen zu schicken. Dieser wurde am Sonnabend vorgestellt. Er ist in den Farben des Technischen Hilfswerkes gehalten und mit Werbung beklebt, um weitere Mitglieder zu gewinnen. Für die Bilder haben die Haldensleber Kameraden selbst Modell gestanden, wie Ina Lehmann, die Geschäftsführerin der THW-Geschäftsstelle Magdeburg, verriet.

Für die Gestaltung des Busses gab es finanzielle Unterstützung seitens der THW-Bundesvereinigung und der THW-Stiftung. Unterstützt wurde das Projekt von der Verkehrsgesellschaft Bördebus, in deren Auftrag das Fahrzeug nun für ein Jahr seine Touren durch den Landkreis fährt. Wie Ina Lehmann betonte, habe gerade Thomas Seelmann in dieser Hinsicht „keine Mühe gescheut und eine sehr erfolgreiche Überzeugungsarbeit geleistet“.

Neuer Mannschaftstransportwagen

Zu guter Letzt fand am Sonnabend noch die Schlüsselübergabe für einen neuen Mannschaftstransportwagen des Ortsverbandes Haldensleben statt. An Manfred Behrens gewandt sagte Manfred Metzger: „Dass ich das noch erleben darf, dass das THW auskömmlich finanziert ist.“ An zahlreichen Standorten werde derzeit gebaut - unter anderem in Magdeburg, Calbe, Halberstadt und Salzwedel. Dabei würden große Summen investiert. Dies geschehe, um das Ehrenamt und die Gefahrenabwehrbereitschaft zu stärken. Nicht zuletzt gebe es auch eine deutliche personelle Verstärkung.

Wie Ina Lehmann informierte, könnten mittlerweile deutlich mehr hauptamtlich Beschäftigte die ehrenamtlich Tätigen unterstützen und entlasten. Das sei jedoch auch nötig. „Die Anforderungen sind in den letzten Jahren gewachsen. Dem müssen wir gerecht werden“, so Ina Lehmann.

Auf dieses Thema gingen auch die Gäste ein. Manfred Behrens würdigte zum Beispiel das Engagement des THW in der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber Halberstadt.

Hans Walker verwies auf das Hochwasser 2013: „Da war das THW kein unbedeutender Partner. Ich freue mich, dass die Strukturen hier in Haldensleben und in Oschersleben so wachsen.“ Generell seien Katastrophenschutz und die Arbeit des THW ein „außerordentlicher Dienst, den man nicht genug hervorheben kann“, so der Landrat.

Roland Wulf verwies unter anderem auf den Sachsen-Anhalt-Tag in Haldensleben, in dessen Rahmen das THW großartige Arbeit geleistet habe.