Fördermittel

Fördermittel für Orgel in Haldensleber Marienkirche übergeben

Für die Sanierung der historischen Orgel in der Haldensleber St. Marien-Kirche hat der Bund Fördermittel zur Verfügung gestellt.

Von Lena Bellon
Gunnar Schellenberger, Dr. Günter Müller, Nina von Zitzewitz, Tim Teßmann, Manfred Behrens bei der Bekanntgabe der Förderung in der St. Marien Kirche.
Gunnar Schellenberger, Dr. Günter Müller, Nina von Zitzewitz, Tim Teßmann, Manfred Behrens bei der Bekanntgabe der Förderung in der St. Marien Kirche. Foto: Alexander Otto

Haldensleben - „Unsere Orgel war ein Pechvogel, aber jetzt geht es endlich voran“, erzählt Nina von Zitzewitz, Vorsitzende des Orgelbauvereins Haldensleben. Seit Mitte Mai hat der Verein die Bestätigung: Er bekommt 250.000 Euro Förderung vom Bund für die Sanierung der Orgel in der St. Marien Kirche. Übergeben wurdeder Förderscheck von Kultur-Staatssekretär Gunnar Schellenberger und dem Bundestagsabgeordneten Manfred Behrens (beide CDU)

„Der Bund stellt jedes Jahr 70 Millionen Euro im Rahmen der Denkmalförderung für Orgelsanierungen bereit, daher kommen auch die Fördermittel für die St. Marien Kirche“, sagt Nina von Zitzewitz. Die historische Orgel sei zwar nicht die kostbarste, aber im nördlichen Teil Sachsen-Anhalts die größte und gilt auch als Immaterielles Kulturerbe. In den 1930er Jahren sei die damals bestehende Orgel um 17 Register ergänzt worden. Dabei seien aber Fehler unterlaufen, die den Klang der Orgel einschränkten. Die letzte Sanierung der Orgel war im Jahr 1986. Zu dem Zeitpunkt konnte allerdings nicht die wirkliche Ursache behoben werden, weshalb nun wieder eine Sanierung notwendig ist.

Förderverein musste fast aufgeben

„Die Orgel ist das Herzstück der Kirche und vielen Anwohnern liegt etwas an ihr. Trotzdem war die Situation zwischendrin so frustrierend, dass wir fast aufgegeben hätten“, erzählt Nina von Zitzewitz. Dass die Orgel den Haldenslebern etwas bedeutet, bemerke man an den zahlreichen Spenden, die für die Orgel gesammelt wurden: 165.000 Euro. Dazu kommt eine Förderung vom Landkreis in Höhe von 15.000 Euro.

Insgesamt koste die Sanierung etwa 800.000 Euro, weshalb weiterhin Fördermittel beantragt und Spenden gesammelt werden müssten. „Den ersten Bauabschnitt können wir mit den vorhandenen Geldern ausführen lassen“, verkündet die Vorsitzende. Wann dieser beginnen kann, sei aber noch unklar.

„Mir ist bewusst, dass mit so einer großen Summe auch andere soziale und wichtige Projekte gefördert werden könnten“, betont sie. Allerdings sei die Sanierung der Orgel nachhaltig, damit sie noch viele Jahre alt werden könnte. „Die Orgel kommt dann auch zu außerkirchlichen Zwecken zum Einsatz. Für Konzerte und andere musikalische Veranstaltungen“, erzählt Nina von Zitzewitz.