Döhren l Erst prüfende Blicke, dann ein Wiedererkennen - und zwei Menschen fallen sich in die Arme. Das passierte an diesem Nachmittag in Döhren immer wieder. Die Frauen und Männer hatten sich lange auf diesen Tag gefreut. Und so hatten sie sich trotz brütender Hitze auf den Weg gemacht, waren sowohl von der Ostsee als auch aus dem Erzgebirge in das Dorf gekommen, in dem sie groß geworden sind oder das später für einige Jahre ihre Heimat wurde.

Daher konnte Gudrun Heinecke, die Vorsitzende des Heimatvereins, auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne auch sehr viele Gäste begrüßen, die Jahrzehnte nicht in Döhren waren, aber natürlich auch die Hiergebliebenen. Viele Erinnerungen wurden aufgefrischt. Eingebettet in dieses Heimattreffen hatte Pfarrer Thomas Vesterling zur Jubelkonfirmation eingeladen.

Erinnerungen an Konfirmation

Gisela Naumann war die Älteste, die diese Einladung gern annahm. Sie wurde vor 75 Jahren in der Kirche ihres Geburtsortes konfirmiert. Andere konnten ihre diamantene und goldene Konfirmation begehen, aber auch Jüngere blickten gern auf ihre Konfirmation zurück. 21 Frauen und Männer traten vor den Altar und ließen sich noch einmal segnen. Christian Wiebeck umrahmte diesen bewegenden Gottesdienst musikalisch.

Bilder

Die Gottesdienstbesucher sahen sich auch gern die Bilder von Odette Harten-van Hemert in der Kirche an, die Döhrener Ansichten zeigt. Und viele Gäste sahen sich auch mit großem Interesse im Heimatmuseum auf dem ehemaligen Kornboden auf Schenkes Hof um.

2000 Euro für Kirchensanierung

Beim Kaffeetrinken an der Kaserne nutzte Gudrun Heinecke die Gelegenheit, gemeinsam mit Karl-Heinz Chmelik von der Freiwilligen Feuerwehr und Volker Reinhardt vom Gemeindekirchenrat einen symbolischen Scheck über 2000 Euro an den Pfarrer zu übergeben. Diese Summe für die Sanierung der Kirche im Dorf hatten Heimatverein, Kirchgemeinde und FFW im vergangenen Jahr mit verschiedenen Aktionen zusammengetragen.

Auch in diesem Jahr gibt es Spendenaktionen für die Kirche. Marita Bullmann bot beispielsweise beim Heimattreffen Hefte mit den Kindheitserinnerungen des 93-jährigen Hans Bretschneider für eine Spende an. Die Nachfrage war sehr groß.

Wiedererkennen in Leinwandbildern

In einer früheren Garage sahen die Gäste gebannt auf eine Leinwand. Bilder aus mehreren Jahrzehnten aus dem Dorf waren hier zu sehen, und die Frauen und Männer erkannten ihre Eltern oder Großeltern oder auch sich selbst wieder.

Möglich wurde dieser Nachmittag vor allem, weil Odette Harten-van Hemert die Kaserne für das Fest öffnete, denn eine andere Lösung für ein Treffen so vieler Menschen hätte es im Dorf nicht gegeben. Viele Helfer waren im Einsatz, schleppten Tische und Stühle, kümmerten sich um die Versorgung.

Zelte schützen vor Sonne und Regen

Die Feuerwehrleute hatten – wie bereits für mehrere Veranstaltungen im vergangenen Jahr – auch für dieses Treffen ihre Zelte aufgebaut. Und das Dach der Zelte wie auch von weiteren Pavillons schützte nicht nur vor der prallen Sonne, sondern auch vor dem Regenschauer, der am Nachmittag niederging.

Immer wieder gab es herzliche Dankesworte für die Organisatoren dieses Heimattreffens, so von Sabine Krutzke, Ingeborg Zimmermann, Frank Lange, Ruthard Reuter und vielen, vielen anderen. Und wie bei Michael Wiegert steht jetzt schon der nächste Besuch in Döhren im Kalender, nämlich zum traditionellen Hoffest auf Schenkes Hof am 2. September.