Eschenrode l Hunderte Schnappschüsse und einer lustiger als der andere sorgten am Freitagabend im Eschenröder Dorfgemeinschaftshaus für gute Stimmung. Der Heimat- und Feuerwehrverein hatte zum gemütlichen Bilderabend eingeladen. Dabei wird alljährlich – ähnlich wie bei einer Jahreshauptversammlung – noch einmal auf das vergangene Jahr geblickt. Allerdings nicht in Textform, sondern als Bilderschau.

Vereinsvorsitzender Herbert Scheibe hatte in tagelanger Arbeit die Fotos der Jahreshöhepunkte aufbereitet und mit Musik hinterlegt, aber dann spielte ihm die Technik einen Streich. Laptop und Beamer passten irgendwie nicht zusammen, so dass die Musik stumm blieb.

Fotos mehrerer Fotografen

Der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Die zahlreichen Eschenröder, die sich versammelt hatten, fanden auch ohne Ton ihren Spaß. „Hauptsache, wir haben etwas zu lachen“, meinten sie und wurden nicht enttäuscht. Denn wer achtet schon immer darauf, wenn er zum Beispiel bei der Grünkohlwanderung im angeregten Gespräch ist, dass er gerade fotografiert wird. Entsprechend lustig wurden die Schnappschüsse, die von mehreren Fotografen stammen und immer zusammengetragen werden.

Nicht nur eine fortlaufende Fotopräsentation am Bildschirm, sondern auch ein Plakat hatte Herbert Scheibe mit zahlreichen Fotos gestaltet. Es stand im Foyer des Dorfgemeinschaftshauses und sorgte so schon am Eingang für so manchen Lacher.

Doch bevor der gemütliche Teil des Abends begann, richtete der Vereinsvorsitzende noch einige Worte an die Runde. „Unser bestes Stück steht unten auf der Wiese“, blickte Herbert Scheibe auf die Holzhütten, die der Verein mit zahlreichen Helfern im vergangenen Frühjahr auf dem Festplatz aufgebaut hatte. Seinen Dank richtete er an all jene, die nicht nur dabei, sondern bei allen Veranstaltungen mitgeholfen hatten, „allen voran die Jugend“, lobte er deren Engagement. Besonders beim Sommerfest im vergangenen Jahr hatten die Eschenröder zwei Tage lang Riesenspaß und konnten auch viele Gäste zum Mitfeiern begrüßen.

Weitere Veranstaltungen im Plan

Seitens des Heimat- und Feuerwehrvereins kündigte Herbert Scheibe an, dass im Herbst noch eine Jahreshauptversammlung stattfinden müsste, denn turnusgemäß müsse dann ein neuer Vorstand gewählt werden. „Wir brauchen auf jeden Fall wieder Unterstützung, jemanden, der Protokoll führen, Öffentlichkeitsarbeit unterstützen und alles mit vorbereiten kann“, bat Herbert Scheibe die Anwesenden, mal über eine aktive Mitwirkung im Vorstand nachzudenken.

Was das diesjährige Osterfeuer angeht, bemüht sich der Ortsbürgermeister Jürgen Böttcher derzeit noch um eine Lösung. Dort, wo es über lange Jahre stattgefunden hatte, nämlich an der ehemaligen Deponie, dürfe es anhand der Lage im Landschaftsschutzgebiet nicht mehr stattfinden. Bereits im vergangenen Jahr sei eine private Fläche genutzt worden. Ob das Brauchtumsfeuer wieder dort stattfinden muss, soll sich in dieser Woche noch herausstellen, kündigte Jürgen Böttcher an. Es werde nach einer Entscheidung entsprechende Aushänge im Ort geben. Auf jeden Fall wird am Sonnabend, 25. März, ab 9 Uhr Holz für das Osterfeuer gesammelt. Treff ist um 9 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus, bat Herbert Scheibe schon mal um Unterstützung. Gesammelt werde ausschließlich unbehandeltes Holz aus Gartenabfällen.

Terminlich sei zwar das Maibaumaufstellen wieder vorgesehen, aber keine Maibaumversteigerung unterzubekommen. Die Vorbereitungen für das Sommerfest am 8. und 9. Juni laufen bereits auf Hochtouren. Eine Blaskapelle konnte bereits bei den Nachbarn in Hörsingen gefunden, auch der Hüpfburgenspaß für die Kinder soll wieder geboten werden.

Jagdgenossen unterstützen finanziell

Otto Silberborth kündigte unter dem Applaus der Anwesenden an, dass die Jagdgenossenschaft Eschenrode auch in diesem Jahr bereit sei, die Arbeit des Vereins mit einem finanziellen Obolus zu unterstützen.

Mit selbstgeschmierten Stullen, Bockwurst und allerlei Getränken schwelgten die Eschenröder am Freitagabend noch eine ganze Weile länger in Erinnerungen an die Höhepunkte des Jahres 2016.