Freizeit

In der Börde auf Stempeljagd

In Gemeinschaft kann am Wochenende die neue Holunderentdeckungstour erstmals ausprobiert werden. In verschiedenen Ortschaften werden Dorfrunden zum Stempelsammeln organisiert.Constanze Arendt-Nowak

Von Constanze Arendt-Nowak
Die Stempelkästen stehen - so wie hier an der Irxleber Eustachius-Kirche - an verschiedenen markanten Punkten in den Ortschaften und Lisa Schulz ist froh, dass auch die Stempelkarten mit der Wanderkarte rechtzeitig ausgelegt werden konnten. Foto: Constanze Arendt-Nowak
Die Stempelkästen stehen - so wie hier an der Irxleber Eustachius-Kirche - an verschiedenen markanten Punkten in den Ortschaften und Lisa Schulz ist froh, dass auch die Stempelkarten mit der Wanderkarte rechtzeitig ausgelegt werden konnten. Foto: Constanze Arendt-Nowak Constanze Arendt-Nowak

Hohe Börde - Ab sofort hat die Gemeinde Hohe Börde etwas mit dem Harz gemein. An mehreren Standorten sind hölzerne Kästen aufgebaut worden, in denen sich ein Stempel befindet. Nach dem Vorbild der „Harzer Wandernadel“ sollen diese Stempel das Sammelfieber wecken und gleichzeitig anregen, die eigene Heimat zu erkunden.

Wie Lisa Schulz als Koordinatorin des Freiwilligenbüros „aktive hohe börde“ erklärt, kann derjenige, der während seiner Wanderungen zehn verschiedene Stempel auf seiner Wanderstempelkarte gesammelt hat, mit der Holunderwandernadel ausgezeichnet werden. An die Stempel zu gelangen, ist aber manchmal gar nicht so einfach, denn sie sind mit einem Zahlencode-Schloss gesichert. Der richtige Zahlencode lässt sich entschlüsseln, indem bei einer kleinen Entdeckungstour die Zahlen an anderen Sehenswürdigkeiten im Ort gefunden werden. „QR-Codes und Info-Tafeln erleichtern die Orientierung auf einer Karte im Internet“, gibt Lisa Schulz einen weiteren Tipp.

Holundertour in kleinen Wandergruppen erleben

Wer die Holunderentdeckertour einmal ausprobieren möchte, kann sich am Wochenende auch kleinen Wandergruppen in den einzelnen Ortschaften anschließen. So starten zeitversetzt in Ochtmersleben, Eichenbarleben, Ackendorf, Hohenwarsleben, Nordgermersleben, Schackensleben, Groß Santersleben, Bebertal, Wellen und Hermsdorf Touren, die von Ehrenamtlichen oder Gästeführern geleitet werden. Sie werden auf die eine oder andere Sehenswürdigkeit hinweisen und sicher auch manchen geschichtlichen Fakt oder Anekdoten zum Ort zum Besten geben.

Stempelkästen sind außerdem in den Ortsteilen Bornstedt, Irxleben, Mammendorf und Rottmersleben zu finden und können jederzeit erwandert werden. Die Wanderkarten sind ab sofort kostenlos in der Tourismuszentrale des Rathauses in Irxleben sowie in vielen Bildungs-, Jugend- und Kindereinrichtungen, Bibliotheken, Dorfgemeinschaftshäusern sowie in verschiedenen Geschäften der Hohen Börde erhältlich. In Niederndodeleben und Schnarsleben sollen im Herbst zwei weitere Stempelstellen hinzukommen, wenn dort ein eigenes Wandernetz in der Orts- und Feldlage unter Regie des Heimat- und Kulturvereins Niederndodeleben-Schnarsleben eingeweiht wird. Ein ähnliches Wandernetz gibt es mit den „Erlebniswanderwegen“ bereits in und um Bebertal. Dieses wird mit der Holunderentdeckungstour verwoben.

Geplant ist ebenfalls, wie das Freiwilligenbüro ankündigt, das Jan Hanse vom Projekt „Beerenmix“ regelmäßig zu geführten Touren entlang des Holunderpfades einlädt, um die Entdeckungslust zu wecken.