Haldensleben l Auf den 54 Kreistagsstühlen wird es zahlreiche personelle Veränderungen geben. Zwar wird die CDU auch weiterhin mit den meisten Sitzen vertreten sein, allerdings hat sie ordentlich eingebüßt. Statt bisher 21 Sitze wird sie im neuen Kreistag aller Voraussicht nach nur noch 15 Sitze haben.

Große Zugewinne konnte die AfD verzeichnen. Sie wird nach Stand von 163 von 221 ausgezählten Wahllokalen mit ihren 16,2 Prozent neun Sitze haben. Genauso viele Sitze erhalten die Sozialdemokraten, die mit 16,5 Prozent hauchzart zweitstärkste Kraft bei der Kreistagswahl wurden.

Große Verluste mussten auch die Linken hinnehmen. Sie verloren im Vergleich zur Kreistagswahl 2014 fünf Prozentpunkte und werden statt bisher zehn nur noch sieben Kreistagsmitglieder stellen. Einen leichten Zugewinn können die Grünen verzeichnen. Aus 4,1 Prozent im Jahr 2014 wurden 6,4 Prozent. Das reicht wohl, um statt zwei künftig drei Kreistagsmitglieder zu stellen.

Wählergruppen müssen zittern

Ebenfalls erstmals im Kreistag vertreten sein wird wahrscheinlich die Kommunale Wählergemeinschaft Börde. Mit ihren 0,9 Prozent, die sie erhielten, obwohl sie nur im Wahlbereich II in Wolmirstedt, Barleben, der Niederen Börde und Elbe-Heide angetreten sind, erhalten sie einen Sitz. Dieser könnte aber auch noch an die Bürger für Bürger gehen, die zwischenzeitlich auch auf einen Sitz hoffen konnten. Gleiches gilt für die FUWG. Ob sie am Ende mit einem Sitz im Kreistag vertreten sein wird, war bei Redaktionsschluss noch nicht endgültig entschieden.

Endgültig entschieden war um 23.03 Uhr allerdings schon, dass im neu gewählten Kreistag deutlich mehr Bürgermeister als zuletzt sitzen werden. Mit dem Oschersleber Bürgermeister Benjamin Kanngießer (UWG), dem Bürgermeister der Oberen Aller Frank Frenkel (UWG) und Fabian Stankewitz (SPD) aus der Westlichen Börde schafften gleich drei den Sprung.

Die meisten Einzelstimmen konnten – Stand 23.03 Uhr – zwei AfD-Kandidaten für sich vereinen. Im Wahlbereich IV erhielt Uwe Krause 3442 Stimmen, hinter dem Namen von dem AfD-Kreisvorsitzenden Steffen Schroeder wurden 3375 Kreuze gemacht. Auch er trat in Wahlbereich IV (Oschersleben, Obere Aller, Westliche Börde) an.

Mit 3271 Stimmen lag der Oschersleber Bürgermeister Benjamin Kanngießer (UWG) auf Platz drei in der Wählergunst. Bei der CDU erzielte Torsten Schubert mit 2622 Stimmen das beste Ergebnis, bei der SPD war es Wolfgang Zahn (2188) und bei den Linken die ehemalige Wanzleber Bürgermeisterin Petra Hort (2666).