Radtour

Mit dem Rad durch den Drömling

Ob im Frühling, Sommer, Herbst und selbst im Winter - eine Fahrradtour durch den Drömling lohnt sich.

Von Harald Schulz

Börde l Die Volksstimme und Sabine Wieter von der Verwaltung des Biosphärenreservats stellen in einer Serie die sechs Radwanderwege durch den Drömling vor. Nach der OSL-Tour folgt nun die CSB-Radwanderung. Die Calvörder-Sieben-Brücken-Tour (CSB) führt auf etwa 30 Kilometern durch den Süden des Drömlings. Wie der Name verrät, überqueren Radwanderer unter anderem sieben Brücken entlang der Ohre und des Mittellandkanals von Velsdorf bis Insernhagen. Der Start erfolgt an einem denkbar einmaligen Ort, der Sankt-Georgs-Kirche in Calvörde. Die Tourstrecke schlängelt sich durch diese ehemalige königlich braunschweigische Exklave auf geschichtsträchtigen Wegen. Für eine Besichtigung des jüdischen Friedhofs nahe des Forstorts Grieps sollten einige Minuten mehr für ein Gedenken eingeplant werden. Ein stiller Ort voller Geschichte.

Weiter entlang des Mittellandkanals wird Strahlenberg erreicht. Von dort aus erstreckt sich der Blick in die Landschaft mit einer beeindruckenden Aussicht über das Ohretal mit dem Drömling sowie im Osten den Waldungen der Colbitz-Letzlinger-Heide. Das Isernhagener Waldgebiet zeigt wenig später je nach Jahreszeit die Facetten von Laubwäldern.

Ein Muss ist der Halt an der Flachwasserzone bei Piplockenburg. Dort ist von Menschenhand das größte Schlaf- und Rastgewässer vornehmlich für Vögel im Biosphärenreservat Drömling geschaffen worden. Seeadler, Wildgänse und -enten sowie Kraniche sind hier zu beobachten. Direkt an der Ohre liegt das Informationshaus Kämkerhorst. In der ehemaligen Grabenmeisterei erfahren Besucher so ziemlich alles, was der Drömling an Flora und Fauna zu bieten hat – einschließlich einer Ausstellung über die dort lebenden Wildtiere.

Entlang der Ohre, mit einem Stopp am idyllischen Deutschen Eck, wo sich die Ohre und der Friedrichskanal gleich einem Postkartenmotiv berühren, führt die Tour zurück nach Calvörde. In dem Ort selbst sind noch zahlreiche Spuren zu finden, die auf die einstige Handelsroute, die Lüneburger Heerstraße hinweisen.

Zur Serie: Der erste Teil wurde in der Sonnabend-Ausgabe am 22. Februar veröffentlicht. Weitere Informationen sind bei der Bioshärenreservatsverwaltung telefonisch unter 039002/85 00 zu erhalten.