Ochtmersleben l Dass es in diesem Jahr wieder ein Tränkenfest in Ochtmersleben geben sollte, stand eigentlich schon fest, als die Premiere im vergangenen Jahr kaum Geschichte war. Und so nahm der örtliche Feuerwehrverein erneut die Organisation in die Hand. Ein Nachmittag mit Gemütlichkeit bei Kaffee und Kuchen sowie Pilzpfanne und kühlen Getränken sollte es am vergangenen Sonnabend werden.

Einen Höhepunkt für die Belustigung der Gäste für zwischendurch zu finden, gestaltete sich diesmal allerdings ein wenig schwieriger. Die Tränke hatte aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit schlichtweg zu wenig Wasser, um das Floß, das Wolfgang Feldmann im vergangenen Jahr gebaut hat, erneut als Wettkampfgerät zum Einsatz zu bringen.

Neun Teams im Wettstreit

Aber einige Mitglieder des Feuerwehrvereins sind für ihren Einfallsreichtum bekannt. Und diesem Ruf machten sie auch wieder alle Ehre, als sie mit einer An-Land-Variante aufwarteten. Während zahlreiche Gäste gemütlich das schöne Wetter und unterhaltsame Gespräche am Ufer der Tränke genossen, zeigten andere ihren sportlichen Ehrgeiz.

Insgesamt absolvierten neun Dreier-Teams – fünf Kindermannschaften und vier aus dem Erwachsenenbereich – den Parcours. Zunächst mussten sie einen Reifen aus der Tränke angeln, dann drei Nägel einschlagen, ehe ein Getränk der Wahl ausgetrunken werden und mithilfe der Kübelspritze mehrere Wasserflaschen zu Fall gebracht werden mussten.

Das beste Kinderteam meisterte die Aufgaben in zwei Minuten und 33 Sekunden. Das siegreiche Team „Krebs“ bildeten Liona Kreuz, Jaylen Jacksteit und Fin Schindler. Die „Gruppe ohne Namen“, bestehend aus Martin Reese, Jenny Koch und Christian Koch, holte bei den Erwachsenen den Sieg. Sie benötigten bis zum Zeitpunkt, als die letzte Flasche fiel, eine Minute und 50 Sekunden.

Teich vor zwei Jahren saniert

„Die Spiele sind diesmal besonders bei den Kindern gut angekommen, vielleicht machen wir im nächsten Jahr Extra-Wettkämpfe für die Kinder“, kündigte Ortswehrleiter Andreas Wetzig an, der an diesem Tag als Spielleiter fungierte. Zugleich hoffte er aber auch, dass bei der nächsten Auflage des Tränkenfestes der Wasserstand es wieder zulässt, eine Floß-Regatta zu starten.

Der Ursprung des Ochtmersleber Tränkenfestes geht eigentlich zurück auf die Sanierung des Teiches vor zwei Jahren. Damals trafen sich die Ochtmersleber zu einem geselligen Beisammensein, um das sanierte Kleinod zu feiern. Den Mitgliedern vom Feuerwehrverein fiel dabei auf, dass im Sommer im Ochtmersleber Veranstaltungskalender noch eine Lücke klafft. Andererseits war ihnen klar, dass zwischen Osterfeuer im Frühjahr, Rasentraktorrennen im Frühsommer und Kirchenbergfest im Herbst ein Fest an der Tränke ebenfalls eine gute Gelegenheit für Geselligkeit bieten würde.