Hundisburg l Fünf Taucher der Landesbereitschaftspolizei Magdeburg sind auch am Montag wieder im Hundisburger Waldsteinbruch (Landkreis Börde) im Einsatz gewesen, um nach einem vermissten Althaldensleber zu suchen. Polizisten hatten am Freitagmorgen am Waldsteinbruch im Landschaftspark Althaldensleben-Hundisburg zunächst ein Fahrrad und abgelegte Kleidung gefunden.

Erste Ermittlungen haben ergeben, dass das Fahrrad und die Kleidung einem 74-jährigen Mann aus Althaldensleben gehören, der noch immer vermisst wird. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass wir den Mann im Steinbruch finden. Es sprechen mehrere Indizien dafür“, begründet Joachim Albrecht, Sprecher des Polizeireviers Börde Haldensleben, den Einsatz der Taucher.

Kein einfaches Gewässer

Sie durchkämmen unter Leitung von Tauchgruppenführerin Kerstin Peter den Waldsteinbruch. Im sogenannten Halbkreissuchverfahren, bei dem die Taucher ein bestimmtes Gebiet fächerförmig erkunden, wird nach dem Vermissten gesucht. „Es ist kein einfaches Gewässer“, erklärt Kerstin Peter. 15,8 Meter misst die tiefste Stelle. „Wir waren bislang auf 13,5 Meter runter“, berichtet die Polizistin. Doch ab fünf Metern sei die Sicht gleich Null. „Da ist alles schwarz.“ Zudem erschweren Bäume, die im Steinbruch liegen, sowie Felskanten den Einsatz in dem acht Grad kalten Wasser.

Am Dienstag sollen zusätzlich Leichenspürhunde eingesetzt und per Boot über den Steinbruch gefahren werden. „Wenn sie etwas wittern und anschlagen, setzen wir eine Markierungsboje und untersuchen den Bereich genauer“, so Kerstin Peter weiter. Denn sollte es eine Leiche geben, ist ungewiss, in welcher Höhe sie sich befindet. Deshalb kommt auch Technik wie Echolot und Sonar zum Einsatz.