Calvörde l „Leider haben wir bis heute nach wie vor keine unterstützende Entscheidung erhalten. Wir appellieren an Sie, uns zu helfen“, sagte Klaus Zimmermann von der Eltern- und Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der Calvörder Sekundarschule „Brüder Grimm“ bei der Zusammenkunft des Kultur- und Sozialausschusses des Landkreises Börde.

Heidelore Gödicke von der BI und Zimmermann überreichten eine Liste mit 130 Unterschriften von Eltern und Bürgern, die in Sorge über den Zustand ihres Schulgebäudes sind, an Ausschuss-Vorsitzende Angela Leuschner (SPD). „Bitte berücksichtigen Sie im kommenden Jahr und in den folgenden Jahren, dass unsere Schule so instand gesetzt wird, dass man die Fenster zum Lüften öffnen kann, dass es nicht durchregnet und die Möglichkeit schafft, in jeder Etage WC-Räume zu installieren“, beschrieb Zimmermann.

Nach seinen Ausführungen muss darüber hinaus im Rahmen der Inklusion ein entsprechender Aufzug angebaut werden, um allen Kindern den Besuch der Schule zu ermöglichen. Das Fördermittelprogramm des Landes Sachsen-Anhalt aus Bundesmitteln für Investitionen der finanzschwachen Kommunen zur Verbesserung der Schulinfrastruktur ließe eine Förderung zu. Das Besondere an der Situation ist, dass das Gebäude in Eigentum der Gemeinde Calvörde und der Schulträger der Landkreis ist.

„Fördermittelanträge können aber nur durch den Schulträger eingereicht werden. Unsere Gemeinde Calvörde hat zugesagt, dass sie die notwendigen Eigenmittel – trotz der Haushaltskonsolidierung – aufbringen wird“, ergänzte Heidelore Gödicke. Sie erinnerte daran, dass der gestellte Antrag der Gemeinde auf Fördermittel aus dem Leader-Förderprogramm auf Grund der Nutzung als Schulgebäude abgelehnt wurde.

„Es muss einiges an unserer Schule gemacht werden. Schauen Sie sich die Misere an! Wir kämpfen für unsere Kinder. Die Schule muss dringend saniert werden, denn Lernen soll Spaß machen!“, sagte Zimmermann und lud die Ausschussmitglieder zu einer Schulbesichtigung ein.

Marlis Schünemann (CDU), Mitglied im Ausschuss, betonte, dass die Initiative ihre Unterstützung auf ganzer Ebene habe. Und weil der Haushalt des Landkreises an diesem Abend auf der Tagesordnung stand, erklärte Iris Herzig, Fachbereichsleiterin für Bildung, Migration, Ordnung und Sicherheit: „Im Finanzplan ist im nächsten Jahr für die Sekundarschule in Calvörde eine Investition von 300 000 Euro vorgesehen. Das sind zum Teil Planungskosten, aber zum Großteil Mittel, die eingesetzt werden, um dringend notwendige sicherheitsrelevante Maßnahmen zu übernehmen.“ Dabei gehe es unter anderem um Brandschutz, Einbruchschutz und um die Elektroanlage.