Weferlingen l Bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates Oebisfelde-Weferlingen ging es um aktuelle Bauprojekte. Einheitsgemeinde Bürgermeister Hans-Werner Kraul (CDU) informierte über die Vergabe von Aufträgen zum Ersatzneubau Gittelbrücke im Ortsteil Walbeck. Beschlossen wurden die Bauaufträge bereits bei einer Sitzung vor der Corona-Pandemie am 20. Januar diesen Jahres. Am 16. März folgte der Baubeginn.

Im Rahmen einer Fördermaßnahme geht es beim Projekt Gittelbrücke um einen kompletten Ersatz. Die Überführung dient vor allem Lkw als wichtige Zubringer zum Gewerbegebiet am Schwarzen Weg. Dort wird parallel zur vorhandenen Brücke eine neue gebaut. Dies geschieht bei laufendem Verkehr. Das heißt, die alte Überführung wird weiter genutzt. Es gibt dort keine Möglichkeit für den Lkw-Verkehr. Außerdem nutzen die Anwohner weiter die alte Brücke, um zu ihren Grundstücken zu kommen.

Das Bauende ist für Ende November geplant“, heißt es im Bericht des Bürgermeisters zum Stand der Abarbeitung der bereits in der vorangegangenen Sitzung gefassten Beschlüsse.

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Lange Umwege für Fußgänger und Radfahrer

Auf eine schnelle Fertigstellung der Allerbrücke im Zentrum von Weferlingen hofft Dirk Kuthe (SPD), Ortsbürgermeister von Weferlingen. Die Straße, der Steinweg, ist derzeit wegen der Bauarbeiten für den Fahrzeug- und für den Fußgängerverkehr voll gesperrt. Eigentlich sollte die Allerbrücke in Weferlingen schon im letzten Jahr instand gesetzt werden, aber die Maßnahme wurde verschoben. Der Zahn der Zeit hatte der Brücke mächtig zugesetzt. Bei einer durchgeführten Brückenprüfung wurden in der Vergangenheit erhebliche Mängel festgestellt, die nun beseitigt werden. Die Instandhaltung der Brücke soll voraussichtlich im Juli diesen Jahres vollendet werden.

„Derzeit sind die Brückenarbeiten im Plan. Wichtig ist die schnelle Fertigstellung dieser Brücke für unseren älteren Bürger, die wegen der Sperrung einen großen Umweg gehen müssen“, sagte Kuthe. Fußgänger und Radfahrer müssen nämlich derzeit auf die Brücke Gutshof/Amtsfahrt ausweichen. Für die Kraftfahrer ist eine innerörtliche Umleitung ausgeschildert.

Nach den Ausführungen von Dörte Wulff, Leiterin des Amtes für Finanzen und zentrale Verwaltungsdienste in der Einheitsgemeinde, reicht derzeit der aktuelle Finanzmittelbestand der Stadt zur Deckung der laufenden Verbindlichkeiten aus. Durch die Corona-Pandemie fehlen der Stadt unter anderem Gewerbesteuern. Die bereits im I. Quartal 2020 geleisteten Vorauszahlungen von Unternehmen müssen somit anteilig oder auch komplett zurück erstattet werden.

Kredite sind nötig

„Weiterhin wurden die Kostenbeiträge für die Kindertagesstätten für April 2020 komplett und für Mai 2020 anteilig gegenüber den Eltern erlassen. Eine Erstattung durch das Land ist im IV. Quartal 2020 vorgesehen“, erklärte die Amtsleiterin.

Damit es keinen Baustopp für den Breitbandausbau und für alle anderen Bauprojekte gibt, beschloss der Stadtrat mehrheitlich die Inanspruchnahme eines Investitionskredites.