Ausbruch

Schlangen-Experte: Gefahr durch entflohene Python in Haldensleben ist sehr gering

Der drei Meter lange Python, der am 24. Juli aus einer Privatwohnung in Haldensleben entflohen ist, bleibt verschwunden. Ein Schlangenexperte geht davon aus, dass das Tier bei den kühlen Temperaturen nachts bald erkranken oder versterben wird.

Von Juliane Just
Von einem drei Meter langen, ausgebüxten Netzpython fehlt in und um Haldensleben immer noch jede Spur. Doch die Gefahr, die von dem Tier ausgeht, schätzen Experten als gering ein.
Von einem drei Meter langen, ausgebüxten Netzpython fehlt in und um Haldensleben immer noch jede Spur. Doch die Gefahr, die von dem Tier ausgeht, schätzen Experten als gering ein. dpa/Monika Skolimowska

Haldensleben - Der drei Meter lange Python, der am 24. Juli aus einer Privatwohnung entflohen ist, bleibt verschwunden. Schlangen-Experte Markus Weier, Autor mehrere Fachbücher und seit vielen Jahren in Sachen Schlangenhaltung und Zucht tätig, schätzt das Gefahrenpotenzial des ausgebüxten Tieres als „sehr gering bis gar nicht existent“ ein.

„Ein drei Meter lange Netzpython stellt für einen Erwachsenen keine Gefahr dar. Er wird weder Kinder noch Personen angreifen, auch keinen Hund“, betont der Schlangenexperte. Die kühlen Temperaturen nachts würden das Tier in ihren Aktivitäten stark ausbremsen und in absehbarer Zeit erkranken oder sterben lassen, sofern es nicht gefunden wird.

Chancen, die Schlange zu finden, gehen gegen Null

Fachkundige haben laut Stadtverwaltung bestätigt, dass die Chancen, die Schlange noch aufzufinden, gen Null gehen. Trotzdem wird die Suche laut Stefanie Stirnweiß, Mitarbeiterin im Bereich Kommunikation der Stadtverwaltung, fortgesetzt. Demnach werde das Ufer der Ohre regelmäßig bestreift.

Am morgigen Donnerstag ist eine weitere, größere Suchaktion geplant. Inzwischen sei die Ausstattung der Fangkisten, die entlang der Ohre aufgestellt wurden und dem Tier einen Rückzugsort bieten sollten, noch einmal verändert worden.

Wer hat Schuld am Ausbruch der Schlange?

Die Polizei gibt auf Volksstimme-Anfrage derweil bekannt, dass es noch keine weiteren Ergebnisse darüber gibt, wer Schuld an dem Ausbrechen der Schlange hat und damit die Kosten für die zahlreichen Einsätze der Feuerwehr trägt. Der Halter befand sich zur Zeit des Ausbruchs in medizinischer Behandlung, hatte sich aber um die Versorgung seiner Tiere über Dritte gekümmert.