Ausbruch

Entwischter Python in Haldensleben: Gemeldeter Fund stellt sich als Fehlalarm heraus

Vier Tage nach dem Verschwinden eines drei Meter langen Python in Haldensleben gab es einen zweiten Fehlalarm. Ein Passant meldete einen Fund. Dabei handelte es sich jedoch um eine größere Ringelnatter.

Von Juliane Just
Diese Ringelnatter wurde im Gewerbegebiet in Haldensleben gefunden. Um den gesuchten drei Meter langen Python handelt es sich nicht.
Diese Ringelnatter wurde im Gewerbegebiet in Haldensleben gefunden. Um den gesuchten drei Meter langen Python handelt es sich nicht. Foto: Juliane Just

Haldensleben - Am Vormittag des 28. Juli wurden die Einsatzkräfte zu einem Tierfund in der Jakob-Uffrecht-Straße im Haldensleber Gewerbegebiet gerufen. Ein Passant hatte eine Schlange entdeckt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, wurde klar, dass es sich nicht um den drei Meter langen Python handelt, der seit dem 25. Juli aus einer Privatwohnung verschwunden ist.

„Es handelt sich hierbei um eine größere Ringelnatter“, so Lutz Zimmermann, Pressesprecher der Stadt Haldensleben. Das Tier sei verletzt und wurde deshalb umgehend zum Tierarzt gebracht. Es ist das zweite Mal, dass die Feuerwehr Haldensleben zu einem Fehlalarm ausrückt. „Ich fürchte, wir werden solche Einsätze in den kommenden Tagen noch oft erleben“, sagt Lutz Zimmermann.

Suchaktionen und Fangkisten ohne Erfolg

Bereits in den vergangenen Tagen gab es eine Suchaktion in den umliegenden Gebieten der Wohnung. Außerdem haben die Einsatzkräfte entlang der Ohre sechs Kästen mit feuchten Handtüchern drapiert, um die Schlange zu fangen. Nach Auskunft von Experten des Magdeburger Zoos hält sich ein Netzpython dieser Art vorzugsweise in feuchten, dunklen Bereichen auf.  Laut Stadtpressesprecher wurden die Kästen heute Morgen kontrolliert, die Würgeschlange bleibt jedoch verschwunden.

Das gesuchte Tier weist ein beige-bräunlichen Rautenmuster mit gelblichen Einschlägen auf. Die Bürger werden weiterhin zu Wachsamkeit aufgerufen. Wer die Schlange sichtet, sollte Abstand halten und sich bei der Polizei unter 110 oder der Rettungsleitstelle unter 112 melden.