Was in das Päckchen darf und was nicht

Eingepackt werden kann neue Kleidung wie Pullover, Hose, Strümpfe, Schal, Mütze, Handschuhe, Schuhe; Kuscheltiere, Spielzeug wie Auto, Ball, Puppe, Fußball mit Luftpumpe, Lego, Puzzle, Kartenspiel, Würfelspiel; originalverpackte Süßigkeiten, die mindestens bis März 2018 haltbar sind, ohne Geliermittel und Gelatine, Schokolade ohne stückige Füllung (wie Nüsse), Sahnebonbons, Traubenzuckerbonbons und ähnliches; Schulmaterialien wie Bunt- und Bleistifte mit Anspitzer und Radiergummi, Hefte, Federtasche, Füller mit Patronen, Malbücher, Wachsmalkreide usw.; Hygieneartikel wie Zahnbürste, Zahnpasta, Creme, Duschgel und Shampoo, auslaufsicher verpackt, Kamm, Handtuch. Waschlappen.

Nicht erlaubt sind gebrauchte Gegenstände wie getragene Kleidung; Lebensmittel wie Kekse, Nüsse, Konservendosen; scharfe Gegenstände wie Schere und Messer, Zerbrechliches, Kriegsspielzeug, batteriebetriebene Gegenstände und Medikamente.

Haldensleben l „Wir freuen uns drauf“, sagt Ulrike Hille und meint die neue Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Sie hat schon Plakate und Flyer an mehrere Partner verteilt, die alljährlich die Aktion unterstützen. Ulrike Hille koordiniert die Kampagne beim Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM). Gemeinsam mit Margit Preuß, die im Café „Senfkorn“ an der Holzmarktstraße die fertig gepackten Päckchen annimmt, hat sie das große Plakat jetzt auch gut sichtbar ins Fenster vom CVJM-Haus an der Magdeburger Straße gehängt.

Hierher werden schließlich alle Päckchen gebracht, dann sortiert und in großen Kartons für den Transport verstaut. Auf jedem Päckchen muss vermerkt werden, ob es für ein Mädchen oder einen Jungen bestimmt ist und in welchem Alter das Kind sein soll. Dabei werden die Altersspannen 2 bis 4 Jahre, 5 bis 9 Jahre und 10 bis 14 Jahre vorgegeben. Bis zum 15. November müssen alle Päckchen beim CVJM angekommen sein, damit sie noch rechtzeitig auf die Reise gehen können zu bedürftigen Kindern vorrangig in Osteuropa.

CVJM nimmt Kartons entgegen

Seit 1999 werden in Haldensleben und Umgebung im Herbst Schuhkartons weihnachtlich beklebt, mit kleinen Geschenken gefüllt und für die bundesweite Hilfsaktion abgegeben. „Aber nicht nur komplett fertige Päckchen können abgegeben werden, auch Einzelspenden sind willkommen“, sagt Margit Preuß. Das können Zahnbürste und Zahnpasta, Schokolade und Bonbons mit Mindesthaltbarkeitsdatum März 2018, Buntstifte, Schul- und Malhefte, Plüschtiere oder andere Kleinigkeiten sein. Sehr willkommen sind auch warme selbstgestrickte Sachen wie Mützen und Schals, Strümpfe und Handschuhe bis hin zu Pullovern. Fleißige Helfer packen daraus dann ebenfalls Päckchen.

Gebraucht wird aber auch finanzielle Unterstützung, denn der Transport in die Länder zur Verteilung der Spenden und was sonst alles dazu gehört muss auch finanziert werden. Deshalb freuen sich die Akteure vom CVJM auch über Geldspenden. Etwa 8 Euro Kosten werden für einen Schuhkarton veranschlagt.

Finanzielle Hilfe benötigt

886 Päckchen gingen im November des vergangenen Jahres von Haldensleben aus auf die Reise. Ulrike Hille hofft, dass die Hilfsbereitschaft auch in diesem Jahr wieder groß ist. Und sie ist überrascht, denn die ersten komplett fertigen Päckchen sind bereits abgegeben. Die Kampagne läuft vom 1. Oktober bis zum 15. November. Haldensleben ist zentrale Sammelstelle für den ganzen Landkreis. Schulen, Kindergärten, Kirchgemeinden, Betriebe, weitere Institutionen und viele Einzelpersonen beteiligen sich alljährlich an der Sammelaktion.

Fertig gepackte Kartons und Spenden nimmt auch Margit Preuß im CVJM-Café „Senfkorn“ in der Holzmarkstraße 6 entgegen. Die Kartons dürfen übrigens nur mit einem Gummi verschlossen werden. Sie müssen entsprechend den Zollbestimmungen kontrolliert werden können. Der Jugendtreff ist von Montag bis Donnerstag von 14 bis 19 Uhr und Freitag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich jedoch, vorher anzurufen. Das Café ist erreichbar unter der Nummer 03904/719 42.

Mehr Informationen zur Aktion gibt es im Internet unter www.weihnachten-im-schuhkarton.org oder www.geschenke-der-hoffnung.org