Haldensleben l Der Winter kann kommen: Der Stadthof ist auf jeden Fall gerüstet. Gut 300 Tonnen Salz und 150 Tonnen Split liegen in dem gemieteten Lager des Stadthofs. Insgesamt 24 Mitarbeiter stehen bereit, um im Falle eines Wintereinbruchs die Straßen in Haldensleben zu räumen.

Beim ersten Schneefall vor zwei Wochen mussten die Stadthof-Mitarbeiter jedoch nicht in ihre Fahrzeuge steigen. „Der Schnee blieb nicht liegen, so mussten wir auch nicht ausrücken“, erklärt der Stadthofleiter Raik Gaudlitz. Ab zwei Zentimetern fängt der Stadthof an, Straßen und teilweise auch Gehwege im Winter zu räumen. Für die Gehwege sind zwei sogenannte Handtrupps des Stadthofs zuständig.

Die Mitarbeiter des Stadthofes sorgen jedoch nur auf den Gehwegen an städtischen Gebäuden und auf Grünflächen für Ordnung. Für die restlichen Gehwege seien die jeweiligen Anlieger zuständig, betont Raik Gaudlitz.

3.30 Uhr Arbeitsbeginn

Bei Schneefall beginnt für die Stadthof-Mitarbeiter gegen 3.30 Uhr der Arbeitstag. Zehn Stunden sind sie dann mit ihren Fahrzeugen auf den Straßen der Stadt unterwegs. Dabei nutzen sie unter anderen einen Unimog und einen Multicar. Die Mitarbeiter wechseln sich jede Woche mit der Schicht ab.

Anwohner sollen laut Gaudlitz bei dem Schneeschieben darauf achten, dass sie den Schnee nicht auf die Straße fegen, sondern ihn am Rand des Gehwegs liegen lassen. Generell gilt: Jeder Hausbesitzer ist für den Gehweg vor seinem Grundstück selber verantwortlich und sollte auch dafür sorgen, dass dieser winterfest – das heißt geräumt und gestreut – ist.

Sobald die Vorräte in den Streugut-Lagern auf 150 Tonnen geschrumpft sind, wird sofort Streumaterial nachbestellt. Dann würden innerhalb von zwei bis drei Tagen die gewünschten Mengen an Salz und Splitt nachgeliefert werden, so Gaudlitz.

Neben den insgesamt 450 Tonnen an Streumaterialien gibt es auch mehr als 60 Streugutkästen mit Splitt, die im gesamten Stadtgebiet von Haldensleben verteilt stehen. Splitt wird in der Regel eingesetzt, wenn die Temperatur auf unter minus sechs Grad sinkt. „Denn dann ist die Tauwirkung des Salzes nicht mehr gegeben“, erklärt Raik Gaudlitz. Soweit die Kapazität des Stadthofs es erlaubt, räumen die Mitarbeiter die meisten Straßen und Gehwege so gut es geht.

Um sich auf möglichen Schnee vorzubereiten, beobachten die Mitarbeiter das Niederschlagsradar, je nach dem schätzen sie dann die Lage ein. Der Einsatzleiter entscheidet dann, wann und in welchem Umfang das Räumen stattfindet. Fest steht aber: Die Wetterverhältnisse können die Stadthof-Mitarbeiter nicht beeinflussen. „Der Winter kommt so, wie er kommt“, bringt es Raik Gaudlitz auf den Punkt.