Havelberg l Insgesamt sind es rund 20 Jungen und Mädchen bis zum Alter von 18 Jahren, die das Areal für das BMX-Fahren entdeckt haben. „Hier können wir in Ruhe unser Hobby ausleben, und hier stören wir auch niemanden“, erklärt Lucas Radler (17). Und weiter: „Es gibt auch so einige BMX-Gruppen und BMX-Freunde in anderen Orten des Landkreises“, erzählt er, „die wir abwechselnd gerne mal zu Vergleichen nach Havelberg einladen würden.“ „Das wäre schon toll“, findet auch Paul Mech, der damit ebenso im Namen von Pascal Kapl, Jule Gauch, Justin Wienecke und Maurice Jadatz spricht, die interessiert zuhören. Und Jan Philipp aus Hamburg, der in Havelberg zu Besuch ist, findet „diese Idee ebenfalls gut“.

Allerdings ist die Anlage im Lindenweg dafür noch nicht ganz vollkommen. „Über ein paar zusätzliche Rampen würden wir uns schon sehr freuen“, spricht Pascal Kapl das Thema an. Tabletop, Half Pipe, Spine Ramp und einige andere englischsprachige Begriffe für die verschiedensten Rampen machen die Runde. Sie würden allesamt auf einem Wunschzettel der Havelberger BMX-Fahrer-Gruppe stehen. „Die ungenutzte Rasenfläche gleich neben der Skateranlage würde sich für die Aufstellung solcher Rampen gut anbieten“, findet Lucas Radler. „Dann hätten wir hier einen richtigen Parcours.“ Doch bekanntlich, das wissen auch die Jugendlichen nur allzu gut, ist „ohne Moos nichts los“. „Ob die Stadt oder ein paar Sponsoren uns helfen können, eine solche Erweiterung der Anlage in die Tat umzusetzen?“ fragt Paul Mech. Und natürlich beschäftigt nicht nur ihn diese Frage.

Bürgermeister will helfen

Bürgermeister Bernd Polos­ki zeigt „volles Verständnis“ für das Anliegen der Jugendlichen. „Ich kann das gut verstehen. Schon aus dem Grund, weil es gerade für diese Altersgruppe, sagen wir mal zwischen 14 und 18 Jahren, außer dem Vereinssport in der Stadt nicht allzu viele Möglichkeiten für die Freizeitbetätigung gibt.“ Für den Spielplatz sind sie zu groß, und auch fürs Jugendzentrum fühlt sich mancher bereits zu alt.

„Ich sage den BMXlern zu, dass die Stadt ihr Ansinnen prüfen wird. Wir werden uns ernsthaft Gedanken darüber machen, wie wir die Jugendlichen unterstützen können“, verspricht der Bürgermeister im Gespräch mit der Volksstimme. Eine erste Möglichkeit wäre zum Beispiel, dass sich die Mitglieder des Kultur- und Sozialausschusses vor einer Sitzung einmal mit den BMXlern an der Skateranlage treffen könnten, um dann vor Ort mit den jungen Leuten zu diskutieren. „Auf jeden Fall bin ich für eine Erweiterung der Anlage, die Fläche daneben bietet sich wirklich gut dafür an“, so Bernd Poloski.