Kamern l In Kürze wird mit dem Abriss des maroden Badesteges begonnen, Mitte Dezember wird dann der Schlamm abgesaugt, berichtete Susanne Geitz vom Planungsbüro Ellmann-Schulze aus dem brandenburgischen Sieversdorf auf einer Informationsveranstaltung in Kamern. Eine Echolotbefahrung des Sees hatte ergeben, dass weniger Schlamm als befürchtet abgelagert worden war. Zudem war er nicht belastet, wie Proben ergaben. So kann er am Strand abgelagert und eingearbeitet werden.

Bevor der Schlamm im Umkreis von etwa 30 Metern um die Badestelle vom Saugspülbagger abgesaugt wird, müssen die Teichmuscheln abgesammelt werden. Taucher kommen ebenfalls zum Einsatz, sie werden auf dem Gewässergrund die Reste des Steges beseitigen.

Der neue Badesteg wird schwimmen, da der Wasserstand im See um bis zu 70 Zentimeter schwankt. Gebaut werden die beiden Stege auf der Havelberger Kiebitzberg-Werft, heute ist Besichtigungstermin. Die kombinierbare Anlage muss im Winter nicht aus dem Wasser, ist wartungsarm und lange haltbar. Auch der Sprungturm wird auf einer schwimmenden Plattform im See stehen, somit können diese nur Schwimmer erreichen.

Der rechte Steg führt auf Höhe des Jugendklubs 25 Meter weit ins Wasser, der linke auf Höhe des Kioskes. Die Planer hatten vorgeschlagen, am rechten Steg einen Bootsverleih samt Anleger und am linken eine Wasserrutsche einzurichten. Doch meinte Bürgermeister Arno Brandt, dass ein Bootsverleih am linken Steg besser wäre, falls der Kioskpächter diesen betreiben wolle. Auch könnten hier seine Gäste mit ihren Booten anlegen. Am rechten Steg an der Jugendwiese könnte dann die Rutsche hin, dort sei es ohnehin etwas lauter. Eine extra Anlegestelle für Kanus sei nicht nötig, erklärte Rolf Müller vom Havelberger Jugendzentrum – die Boote könnten am Sandstrand viel besser anlegen.

Spielgeräte mehr verteilt

An Spielgeräten sollen Wipptiere, Sandbagger, Strandkarussell und Sechserschaukel am Badestrand aufgestellt werden. Hierzu kam von Arno Brandt der Vorschlag, diese Geräte nicht alle zusammen im Sand, sondern besser verteilt auch auf der Liegewiese aufzustellen.

Vorm Jugendklub werden Felder für Volley- und Basketball entstehen, zudem kommen hier Tischtennisplatten hin. Zwischen den Bäumen werden Hängematten angebracht. Vandalensichere Betonquader sollen als Bänke dienen – diese werden am gesamten Strand verteilt, erfuhren die Anwesenden auf Nachfrage von Christian Leue.

Nur wenig Pflasterflächen

Gepflastert wird nur das Nötigste. Wie Rettungswege am Eingang des Jugendklubs und hin zu den Stegen sowie die Veranstaltungsfläche neben dem Klubhaus. Eine über ein Solarpaneel angetriebene Umwälz- und Belüftungspumpe soll für eine gleichbleibend gute Wasserqualität im See sorgen. Sie ist diebstahlsicher in einer Schwimmplattform untergebracht.

Die gesamten Arbeiten am Seeufer werden aus dem staatlichen Flutschadensfonds bezahlt. Bis zehn Zentimeter hoch über der Tischtennisplatte hatte das Elbwasser aus Fischbeck im Juni 2013 am Ufer des Sees gestanden. Als es plötzlich weg war, war Grau die dominierende Farbe.