Sandau l Weil das Gerätehaus in Fischbeck nach der Flut nicht genutzt werden konnte, erfolgte die Ausbildung der neuen Aktiven an wechselnden Standorten. Das möchte Bernd Kandner gern beibehalten, formulierte er in einem offenen Brief, den er an den Verbandsbürgermeister, das Landesverwaltungsamt, den Landesfeuerwehrverband und den Kreisbrandmeister geschickt hatte.

Geplant sei nach seinen Erkenntnissen, dass künftig die Ausbildung wieder in Fischbeck erfolgen solle. Bernd Kandner ist ebenfalls Kreisausbilder und hatte 2011 in Sandau auch schon Truppmänner ausgebildet. Er habe mehrfach nachgefragt, ob er ebenfalls ausbilden könne, was aber abgelehnt wurde.

Warum bis Fischbeck fahren?

Nun sieht er nicht ein, warum seine fünf neuen Aktiven an sieben Wochenenden bis nach Fischbeck fahren sollen, wenn er sie auch in Sandau ausbilden könnte – und dann sogar ohne Kosten. Zudem könnte die Standortausbildung vor Ort flexibler erfolgen, falls jemand mal an einem Wochenende keine Zeit habe.

Schneid- und Spreizgerät 25 Jahre alt

Unzufrieden ist der Wehrleiter zudem mit der schleppenden Beschaffung neuer Technik in der Verbandsgemeinde. Zum Beispiel ist das Schneid- und Spreizgerät inzwischen 25 Jahre alt, ein neues wird dringend benötigt – es wäre zudem leichter bedienbar. Sogar die Bestellung von Einsatzbekleidung musste er begründen.

In diesem Jahr hatte die Sandauer Wehr allerhand Arbeit, bislang sind 19 Einsätze aufgelaufen. Normal sind es um die zehn Einsätze. Etliche davon waren nach Sturmschäden zu verzeichnen, weshalb Motorsägen wichtig sind. Eine nach der Flutkatastrophe als Ersatz bestellte Säge wurde vor kurzem erst geliefert.

Froh ist Bernd Kandner über die gute Personalausstattung der Wehr, denn derzeit zählt sie 27 Aktive. In der letzten Zeit kamen gleich fünf Neulinge hinzu. Dennoch klemmt es mit der Einsatzbereitschaft in der Arbeitszeit, weshalb der Wehrleiter es gern gesehen hätte, wenn freie Stellen in der Kommune mit Feuerwehrleuten besetzt worden wären. Wenigstens Gerätewart Andreas Feindt arbeitet nun vor Ort in der Agrargenossenschaft.

Bau eines Carports

Das größte Vorhaben des 35 Mitglieder starken Fördervereins war in diesem Jahr der Bau des Carports auf dem Hof, bis auf die Türen ist es fertig. Deren Einbau soll im Frühjahr erfolgen. Der Frühjahrsputz war buchstäblich ins Wasser gefallen, gut ausgelastet war die Tagesfahrt nach Wismar gewesen. Er dankte allen Helfern, welche bei Aktionen wie dem Tag der offenen Tür, dem Osterfest oder dem Weihnachtsbasar mitgemacht hatten. Im kommenden Jahr wolle man als Premiere einen Tanz in den Mai anbieten.

Auch bei der neuen Internetpräsenz der Stadt will der Verein mit einer eigenen Seite dabei sein, weshalb beschlossen wurde, einen Fachmann mit deren Erstellung zu beauftragen. Dort könnten dann Einsatzfotos oder Dienstpläne präsentiert werden.