Havelberg l Die Spielgemeinschaft Havelberg/Sandau erwies sich als ein guter Gastgeber. Bereits am Freitagabend hatte Trainer Dennie Lindholz die Gäste, die seit über einem Jahr gute Freunde seiner D-Junioren sind, in der Domstadt willkommen geheißen. Und natürlich nicht nur die acht Jungs, sondern auch ihre Trainer Fred Haller und Dietrich Quiring, zu denen Dennie Lindholz ebenfalls eine enge freundschaftliche Beziehung pflegt.

Zum genannten Freundeskreis hinzugesellt hat sich nun auch Stefan Gildein, der Betreiber des Havelberger Altstadtcafés. Er sponserte für das erste Hallenfußballturnier um den Altstadtcafé-Cup nicht nur sämtliche schöne Preise, sondern für die zehn Verdener auch die Übernachtung und Verpflegung in seinem Haus. „Für dieses Entgegenkommen und die freundliche Aufnahme sind wir ihm sehr dankbar“, lobt Fred Haller. Seine Jungs konnten so am Sonnabend frisch und munter in den sportlichen Teil ihres Havelberg-Aufenthaltes starten.

Leider meinte es das Wetter an diesem Tag nicht sonderlich gut mit den Fußballern. Es hatte die ganze Nacht über geschneit, was den FC Deetz und Lok Jerichow veranlassten, ihre Turnierteilnahme aufgrund der winterlich glatten Straßen kurzfristig abzusagen. Das geplante Achterfeld schrumpfte so zum Sechserfeld zusammen, das aber dennoch an spielstarken Mannschaften nicht zu wünschen übrig ließ. Der 1. FC Lok Stendal und Eiche 05 Weisen sind in der Landes- oder Verbandsliga angesiedelt. TuS Magdeburg-Neustadt spielt in der Stadtliga, der FC Verden 04 wie der FSV Havelberg und die SG Havelberg/Sandau in der Kreisliga.

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Überlegener Turniersieger

In den Begegnungen gegen die Verdener sahen die höherklassigen Kontrahenten allerdings allesamt so aus, als würden sie einige Klassen tiefer kicken, so deutlich nämlich wurden sie von dem Team aus Niedersachsen aufgemischt. 3:0 gewann der FC Verden 04 gegen TuS Magdeburg-Neustadt, gar 7:0 hieß es gegen den Vorjahressieger Eiche 05 Weisen. Und das frühzeitige „Finale“, in der zehnten von fünfzehn Turnierbegegnungen, gegen Lok Stendal war letztlich gar kein Endspiel. Denn auch die Kreisstädter wurden von den Verdenern frühzeitig k.o. gesetzt und mussten mit 0:6 eine empfindliche Schlappe einstecken.

Keine Frage. Der Turniersieg für den FC Verden 04 war nicht nur hochverdient, sondern auch das Resultat einer beeindruckenden mannschaftlichen Geschlossenheit und Spielstärke, wie sie am Sonnabend keine andere Mannschaft aufzuweisen hatte.

Internes Duell geht an die SG

Die beiden Havelberger Vertretungen, der FSV Havelberg und die gastgebende SG Havelberg/Sandau, konnten mit der Leistungsstärke der anderen Teams nicht im geringsten Schritt halten. Am besten konnte die SG-Vertretung noch in den Partien gegen Lok Stendal (1:4) und gegen TuS Magdeburg-Neustadt (3:6) mithalten. Nach dem Treffer zum 1:3 durch Alexander Kage hatte sie die Stendaler sogar arg in Bedrängnis gebracht. Doch der Lok-Torhüter konnte den Weg des Balles immer wieder aufhalten und verhinderte so den Anschlusstreffer und mehr für den FSV. Erst das 4:1 für Stendal kurz vor der Schlusssirene klärte alle Fronten.

Gegen TuS Magdeburg stand das Spiel lange auf der Kippe. Tim Brüshafer (1:0) und Alexander Kage (2:1) brachten ihre Farben jeweils in Führung; Tim Brüshafer sorgte später noch einmal für den Ausgleich zum 3:3. Doch dann verließen die Spielgemeinschaft die Kräfte und die Konzentration, und Magdeburg konnte bis auf 6:3, gleichzeitig das Endresultat, davon ziehen.

Den einzigen Sieg fuhr das Team von Dennie Lindholz gegen den FSV Havelberg ein. Nach einem 0:1-Rückstand durch Pascal Bathge drehten Alexander Kage und Leon Pa­lenga den Spieß noch um.

Der FSV Havelberg – Guido und Siw Bathge sind hier die Trainer – lieferte seine beste Vorstellung gegen die Truppe aus der Landeshauptstadt ab und verpasste dabei eine Überraschung nur knapp. Denn beim 1:2 (Tor von Vin Schilling) waren viele gute Chancen ungenutzt geblieben. Ebenso wie im darauf folgenden internen Havelberg-Duell (1:2).

Letztlich wurde unterm Schlussstrich allen Gastmannschaften der Vortritt gelassen. Die SG Havelberg/Sandau belegte in der Endabrechnung Platz 5 und der FSV Havelberg Platz 6.

Ehrentore gegen Verden

Grund zur Freude hatten die beiden Havelberger Mannschaften trotz ihrer Platzierung aber dennoch. Denn ihnen war es als einzige vergönnt, dem souveränen Turniersieger aus Verden Gegentore einzuschenken. Für die SG Havelberg/Sandau schaffte das Alexander Kage; für den FSV Havelberg war Jonas Schulz gegen die Gäste vom Partnerverein erfolgreich.

Wann sich die jungen Freunde aus den Partnerstädten das nächste Mal wiedersehen, ist noch ungewiss. „Vielleicht schon zum Pfingstturnier in diesem Jahr in Sandau“, hofft Dennie Lindholz.