Klietz l Und es hätten sogar noch mehr Jugendliche einen Platz haben können. Denn auch ein Koch war gesucht worden. Ausbildungsort ist die Bundeswehrkaserne mit Großküche in Havelberg. Aber die Stelle blieb mangels passender Bewerber leider unbesetzt, bedauert Norbert Wegner, der Ausbildungsbeauftragte des Bundeswehrdienstleistungscenters Burg. Bei den beiden anderen Berufen sah es anders aus: Aus der Masse der Bewerber fiel die Entscheidung bei den Konstruktionsmechanikern auf Max Baeckler aus Sandau und Benjamin Heiß aus Gardelegen, der jetzt nach Klietz gezogen ist. Für sie ist vor Ort als Meister Enrico Meier verantwortlich. Zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik werden Phi­lipp Hetzel aus Magdeburg und Niklas Prehm aus Gardelegen ausgebildet – auch sie haben ihren Wohnort zumindest für die Zeit der Ausbildung in die Seegemeinde verlegt. Alles, was sie wissen müssen, lernen sie von Stefan Kroschel.

Insgesamt gibt es derzeit 15 Jugendliche, die eine Ausbildung bei der Bundeswehr am Standort Klietz absolvieren. Es sind je sieben Konstruktionsmechaniker und Elektriker. Und noch ein Kfz-Mechatroniker im vierten Jahr. Diesen Ausbildungsberuf gibt es in Klietz allerdings nicht mehr. Denn weil die Bundeswehr jetzt einen Fuhrpark hat und die Fahrzeuge in den zivilen Werkstätten repariert werden, kann die umfangreiche Ausbildung nicht mehr gewährleistet werden.

Bewerbung für 2019

Während die Neuen gerade ihre Arbeit angetreten haben, läuft bereits die Bewerbungsfrist für 2019 langsam ab. Noch bis Ende September kann man sich um einen Platz in Klietz bewerben. Wer in die engere Wahl kommt, muss sich auch einem Test unterziehen und dabei handwerkliches Geschick beweisen: Die Elektriker müssen ein Leuchtmittel zum leuchten bringen und die Mechaniker ein Namensschild aus Metall herstellen. „Es muss nicht perfekt sein, aber wir wollen sehen, ob wirklich Interesse vorhanden ist“, so Frank Benneckendorf, der in Klietz ebenfalls Ansprechpartner für die jungen Leute ist.

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Auch für einen angehenden Koch gibt es wieder einen Platz, „der 2019 hoffentlich besetzt wird“. Die Kochausbildung so wie einst direkt in Klietz ist aktuell nicht vorgesehen. Denn es gibt auch seit ein paar Jahren direkt in Klietz keine Küche. Das Gebäude hatte bei der Flut im Juni 2013 im Wasser gestanden. Diese Schäden werden jetzt behoben und weitere Modernisierungen an dem Gebäude vorgenommen. Noch laufen die Arbeiten. Gekocht wird für Soldaten und Zivilbeschäftigte seitdem in der Feldküche Großwudicke, die aber ebenfalls bestens ausgestattet ist und sich in einem festen Gebäude im Feldlager befindet. Das Essen wird dann nach Klietz geliefert.

Einer der Klietzer Lehrlinge, die jetzt ihre Ausbildung jetzt abschließen, ist Jan Baumann. Er gehört zu den besten Elek­tronikern, die bei der Freisprechung in wenigen Tagen für ihre guten Leistungen ausgezeichnet werden.