Sportverein

Blau-Weiß müht sich um Nachwuchs

Der Schollener Sportverein hat auf der Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen.

Von Anke Schleusner-Reinfeldt

Schollene l Das wurde bei den Berichten auf der Jahreshaupt- versammlung des Schollener Sportvereins deutlich: Auch wenn es nicht viel Nachwuchs gibt, so bemühen sich doch alle Sektionen um attraktive Angebote und beste Ergebnisse im Spielbetrieb – mit Erfolg.

Stolz ist Judo-Sektionsleiter Holger Berthold auf „seine“ Kinder und Jugendlichen. Bezirks- und Landesmeistertitel und sogar die Teilnahme an der Mitteldeutschen Meisterschaft haben sie sich erkämpft. „Auch wenn die Konkurrenz auf den sechs Meisterschaften und fünf Turnieren 2015 groß war, belegten wir vordere und mittlere Plätze – das ist ein tolles Ergebnis für unseren kleinen Verein!“ Namen wie Leo Tetzel, Leon Schönberg, Manja Hodum, Marvin Klietzing, Sara-Kim Kieselbach, Lorenz Berbig, Niklas Sydow, Marc Stöhr und Moritz Eggebrecht fallen bei der Aufzählung der Platzierungen. Und Chris Ludwig! Er wurde im letzten Sommer auch Dank des guten Trainings mit besten Voraussetzungen an die Sportschule nach Halle verabschiedet – er startet weiterhin unter Blau-Weiß Schollene. Allerdings sorgt sich Holger Berthold auch etwas um den Nachwuchs. „Von den 17 Judokas sind acht bis zwölf meist regelmäßig dabei. Aber es kommen kaum Kinder nach.“

Dabei lohnt sich das Mitmachen bei Blau-Weiß! Denn neben der sportlichen Betätigung und den Erfolgserlebnissen gibt es auch Abwechslung wie 2015 das Sommerlager in Havelberg oder den Saisonabschluss an der Badestelle. Holger Berthold dankte den Sponsoren und Eltern für die Hilfe.

Gleiche Dankesworte kamen vom Vereinsvorsitzenden Jörg Wartke. Er freut sich, dass Blau-Weiß mit 189 Mitgliedern der größte Verein der Gemeinde ist. 117 Erwachsene, 62 Kinder bis 14 Jahre und zehn zwischen 15 und 18 Jahre sind angemeldet. Neben Fußball und Judo gibt es noch Turnen, Kegeln und Badminton. Im Jahresrückblick erinnerte Jörg Wartke an das 125-jährige Vereinsjubiläum, das trotz Startschwierigkeiten eine gelungene Feier mit schönem Umzug wurde. Allen, die zum Erfolg beigetragen haben, dankte der Vorstand herzlich.

Bei den Arbeitseinsätzen 2016, bei denen es vor allem um die Unterstützung des Heimatvereins beim Weihnachtsmarkt geht, wünscht sich der Vorsitzende etwas mehr Beteiligung.

Die Fußballer stellen die größte Blau-Weiß-Gruppe dar. Drei Nachwuchsteams gibt es, wie Marco Goldbach berichtete. Um die Bambinis kümmert sich Frank Neumann und bringt den Jüngsten das Fußball-ABC bei. Die F-Jugend bildet zusammen mit dem BSC Rathenow und Großwudicke eine Spielgemeinschaft. Mit Schönhausen und Klietz bilden die Schollener D-Junioren eine Spielgemeinschaft. Am 23. April bestreitet sie ab 10.30 Uhr gegen Werben ein Heimspiel, sie hofft auf die Unterstützung vieler Zuschauer!

Mario Neumann, für die Fußball-Männermannschaft verantwortlich, schwelgte zunächst in Erinnerungen an die letzte Saison, „sie war einfach überragend!“ Denn Blau-Weiß schloss mit dem 5. Platz ab und krönte die Saison auch noch mit dem Kreispokalsieg. In die derzeitige Saison fanden die Schollener nur schwer, aktuell belegen sie den 10. Platz mit wenig Luft bis zur „Roten Laterne“. 25 Spieler sind gemeldet. Verzichten muss Blau-Weiß auf Olli Schulz (abgemeldet) und den verletzten Marek Probst. „Viele Spieler sind über 30 Jahre alt, wir müssen Nachwuchs gewinnen!“ stellt es sich Mario Neumann zur Aufgabe. Deshalb ist die Freude auch groß, dass mit Florian Berg, Glenn Grohs und Darius Oehlmann drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs dabei sind.

Um die Fußballarbeit gut fortsetzen zu können, muss der Zustand des Platzes verbessert werden, mahnte Gerd Schulze an, „eine Grundsanierung wäre nötig“. Aber die kostet Geld. Inwieweit die Gemeinde unterstützen kann, ist ungewiss, „wir müssen den Haushalt abwarten“, sagte Bürgermeisterin Steffi Friedebold.

Ein Sportfest wird es dieses Jahr wahrscheinlich nicht geben, aber dafür wünschen sich die Blau-Weißen im Herbst einen Sportlerball. Und sie sind dabei, wenn das Gemeindefest am 4. Juni steigt und der Weihnachtsmarkt das Jahr beschließt.