Kamern l Die Mitglieder der BI Lebendiges-Elbe-Havel-Land haben sich vor wenigen Tagen im Kamernschen Jugendklub mit Stefanie Wischer vom Vorstand des Vereins „neugierig“ getroffen, um sich über die geplante „Freie Schule Elbe-Havel-Land“ zu informieren.

Der Trägerverein, der die Schulgründung initiiert, hat mit seinem Engagement nicht nur Fürsprecher. „So mancher sieht in der Freien Schule eine Bedrohung für die verbleibenden staatlichen Schulen der Region. Diese Vorbehalte konnten im Vortrag und bei der Beantwortung vieler Zwischenfragen als unbegründet ausgeräumt werden“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dirk Hahn. „Die überwiegende Zahl der bisher angemeldeten Kinder kommen aus Familien, die noch gar nicht in unserer Region wohnen. Die geplante Freie Schule mit ihrem anspruchsvollen und kreativen pädagogischen Konzept lockt also jetzt schon zusätzliche Bewohner in das Elbe-Havel-Land. Gleiches gilt übrigens auch für das pädagogische Personal, welches zum Teil aus Berlin und Brandenburg ins Elbe-Havel-Land ziehen möchte. Diese Schulform mit ihrem reformpädagogischen Konzept ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber wird auch bewusst von Eltern für ihre Kinder ausgewählt.“

Vor allem das Werkstattkonzept und die tiergestützte Pädagogik sind ein Novum und von besonderem pädagogischen Interesse. Dies finden auch die Wissenschaftler, die das Projekt begleiten. „Es ist interessant zu wissen, dass viele Lernformen und Ansätze, die heute auch an staatlichen Schulen bekannt sind, vor einigen Jahren an freien Schulen entwickelt und ausprobiert wurden“, so der Vereinsvorsitzende.

Ein Wunsch des Trägervereines ist es, dass durch die angestrebte Zusammenarbeit mit den anderen Schulen des Elb-Havel-Winkels am Ende alle profitieren – zum Beispiel durch Weiterbildungsangebote für Lehrer, welche in Kamern einen hohen Stellenwert haben und auch durch die Lehrkräfte der staatlichen Schulen genutzt werden könnten.

Am Ende der Veranstaltung zog die BI dieses Resümee: „Diese Schule würde unsere Region sehr bereichern. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Verantwortlichen im Bildungsministerium den Schulstart derart behindern.“ Eine gegenseitige Unterstützung und Zusammenarbeit wurde vereinbart.