Nitzow l Dass Nitzow ein sehr schönes Dorf ist, ist seit vielen Jahren bekannt und vielleicht rührt es daher, dass wörtlich gesehen jeder vor seiner eigenen Haustür kehrt. Und wenn es darauf ankommt, dann halten die Nitzower auch zusammen und meistern gemeinsam örtliche Arbeiten.Am Wochenende hatte Ortsbürgermeister Karsten Grey zur Ortsbegehung in Vorbereitung auf den Frühjahrsputz geladen. Leider kamen nur wenige Nitzower zu diesem Rundgang, der am Dorfgemeinschaftshaus startete. „Ich hoffe und bin mir auch sicher, dass ich zum Arbeitseinsatz am 28. März um 9 Uhr mehr Dorfbewohner begrüßen kann.“

Die rührige Seniorin Rita Spanner hatte diese Anmerkung: „Rechts unten am Hohlweg, der zur Havel führt, steht ein nicht so ansehnlicher Wagen, der Besuchern und Spaziergängern keinen schönen Anblick bietet. Und die Bäume im Pflaumenweg müssten auch geschnitten werden“. Um den Wagen will sich Karsten Grey kümmern und zu den Bäumen im Pflaumenweg sagte Gerd Müller, der in der Havelberger Stadtverwaltung tätig ist: „Das sind Wildpflaumen, die werden so bleiben. Der Lichtraum wird aber freigeschnitten.“

Das Aufstellen von Bänken im langgezogenen Ort wurde noch angesprochen, denn gerade die Senioren, die zum Beispiel zum Friedhof gehen, brauchen zwischendurch ein Plätzchen zum Ausruhen. „Meine Mutter hat sich damals auf dem langen Weg zum Friedhof in der Dorfmitte immer auf einer Bank ausgeruht“, erinnert sich Rita Spanner. „Das ist eine gute Idee und man sollte da gleich über die Pflege der Bänke nachdenken“, gab Marlene Heidel zu verstehen. Als einen Standort empfahl Ralf Westphal die Sonnenuhr und ansonsten windgeschützte Ecken in der Ortsmitte. „Die Bänke müssen natürlich ansehnlich sein“, ergänzte Gerd Müller.

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Die Ortsbegehung führte weiter über den hübschen Kinderspielplatz, der gleich hinter der Dorfkirche zu finden ist. Hier gab es wenig zu beanstanden. Der Sandkasten müsste vom Unkraut befreit werden und die Holzschildkröte hat einige Risse bekommen. „Da sollten wir etwas unternehmen, um ein weiteres Aufreißen und mögliches Verletzen von Kindern zu verhindern“, sagte Ralf Westphal.

Arbeiten am Festplatz

Weiter ging es Hinter den Höfen in Richtung Bahnhofstraße, um zum Festplatz zu gelangen. Lobende Worte gab es kurz vor der Bahnhofstraße für die hübsche Grundstückseinfriedung von Dr. Kajewsky.

An der Sammelstelle des Regen- und Oberflächenwassers in der Bahnhofstraße, wo der städtische Bauhof den Einlauf erneuert hatte, gab es den nächsten Halt. „Dem Bauhof unter der Leitung von Volker Kanzler möchten wir auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön für all die Unterstützung sagen“, so Karsten Grey. „Das Wasser hier wird über eine Rohrleitung weitergeleitet bis hinter die große Eiche und sollte dann eigentlich in einer Sickerkuhle enden, aber die ist zugewachsen. Daher wird wohl auch der eine Regenwassereinlauf an der Straße zu sein“, vermutet Gerd Müller.

Die Festhalle könnte an einigen Ecken etwas Farbe vertragen und die Einzäunung müsste noch komplettiert werden. Bis zum Tanz in den Mai, zu den Flohmärkten und zu anderen Festlichkeiten, die hier stattfinden, sollte auch noch das Unkraut beseitigt werden, wurde beim Rundgang angemerkt. Einige Schilder im Inneren der Halle sind zu erneuern. Am 29. Mai 2021 will die Feuerwehr Nitzow in der Festhalle ihren 112. Geburtstag feiern.

Auf dem Rückweg, der Hinter den Höfen entlangführte, wurden noch die möglichen Stellplätze der Blumenkübel festgelegt, um hier die Geschwindigkeit der Kraftfahrer etwas zu reduzieren.