Sandau l Am Sonnabend haben Stadtbewohner aufgeräumt und für ein ansprechendes und zum Verweilen einladendes Bild gesorgt.

Dass tatsächlich rund 50 Helfer zum Arbeitseinsatz kamen, überwältigte Jörg Müller und Sandra Bahlke-Frank vom Vorstand der Allgemeinen Bürgerbewegung - sie danken für dieses Engagement recht herzlich. Die Bürgerbewegung hatte per Hauswurfsendung die Bewohner der Stadt aufgerufen, beim Aufräumen im Park zu helfen. Der Stadtarbeiter allein schafft es nicht, Geld für eine Firma hat die Stadt nicht. Also bleibt nur, selbst zuzupacken. Und das haben die Sandauer gemacht! Das viele Holz der einst so mächtigen Bäume ist schon länger beseitigt. Nun ging es an den Feinschliff. Gerd Schulenburg hatte die Wege mit seiner Lati-Technik schon ein paar Tage zuvor wieder schön geglättet. Überall wurde gemäht, freigeschnitten, geharkt und auf der Bühne dem Unkraut zu leibe gerückt. Und die jungen Robinien, die wie Unkraut wuchsen, sind auch verschwunden. Am Ende konnten wieder etliche Bänke aufgestellt werden.

„So macht es wieder Freude, durch den Park zu spazieren“, waren sich am Ende alle einig. Zufrieden blicken sie über das Gelände. Es ist wieder aufgeräumt, aber sehr licht! So soll es nicht bleiben. Denn die Sandauer wünschen sich, dass neue Bäume nachwachsen und eines Tages Schatten spenden. Ein paar Überlegungen dazu gibt es schon.

Bilder

Erste Erwähnungen über den Park sind von 1822 bekannt, die Lindenallee wurde um 1900 angelegt. Seitdem wird der Park immer wieder für Feste und sportliche Aktivitäten genutzt. Das nächste Mal am 15. Juni, wenn die Stadt zum Volksfest einlädt. Natürlich ist dann auch die 1990 von aktiven Sandauern gegründete Allgemeine Bürgerbewegung dabei. Sie selbst organisiert das Herbstfest im Altersheim und fast jährlich das Kinderfest, beteiligt sich ansonsten an allen Aktivitäten der Stadt. Und wenn es was zu tun gibt, wird eben ein Arbeitseinsatz organisiert und zugepackt – alles in Absprache mit dem Bürgermeister.

Bei einer kleinen Pause zwischendurch gab es Kaffee und gesponserten Kuchen, nach getaner Arbeit grillten Sportler von TuS Würstchen für alle. Beim Beisammensitzen fragte Jörg Müller nach der Meinung der Anwesenden zum Volksfest. Soll es weiterhin im Park, an der Sporthalle oder ja vielleicht wie der Weihnachtsmarkt in der Stadtmitte stattfinden? Das einhellige Votum: Park! Jetzt, wo alles so schön aussieht, erst recht!