Kabelitz l Mit Sekt stießen die Gäste, welche sich am Abend im Dorfgemeinschaftshaus eingefunden hatten, auf das Jubiläum an. In dem 1998 aus einer alten Scheune umgebauten Gebäude sind neben den Schützen auch die Feuerwehrleute untergebracht – und im Saal kann man toll feiern.

Bevor jedoch der gemütliche Teil begann, hielt Ortswehrleiter Herbert Schulze noch einmal Rückblick und verlas die Namen seiner Amtsvorgänger: Erster Wehrleiter war von 1927 bis 1934 Rudolf Zimmermann gewesen, es folgte ein Herr Schröder, Gustav Hiller leitete die Wehr bis 1945, Franz Brack bis 1948. Immerhin 24 Jahre stand Willi Schulze der Kabelitzer Wehr vor, ehe ihn Gerd Zacharias 1972 ablöste. Dieser gab das Ehrenamt 1980 an Siegfried Ahlfeld weiter, bis 2000 führte Richard Wagener die Wehr, seitdem ist Herbert Schulze Wehrleiter.

In Zukunft eine Löschgruppe

Der Rentner ist der letzte Ortswehrleiter, denn seine Mannschaft ist auf elf Mitglieder geschrumpft, von denen viele wie er selbst in die Jahre gekommen sind. Weil die geforderte Mindeststärke von 18 Aktiven nicht mehr erreicht werden kann, wird man über kurz oder lang zur Löschgruppe von Fischbeck herabgestuft.

Fischbecks Wehrleiter André Köppe, welcher die Kabelitzer bereits jetzt anleitet, hoffte in seiner Rede, dass man in zehn Jahren auch noch den 100. Jahrestag feiern kann. Dazu ist mit Blick auf das Durchschnittsalter aber dringend Nachwuchs vonnöten.

Mit den Aktiven ist auch ihr Löschfahrzeug alt geworden, das 1978 hergestellte DDR-Fahrzeug vom Typ LO wurde vor elf Jahren für 500 Euro von Storkau abgekauft. Davor besaß man einen Barkas B 1000, für den die Ausrüstung aber zu schwer war. Neueste Errungenschaft der Kabelitzer ist ein nach den Plänen des Wehrleiters angefertigter Anhänger, welcher noch mit Schläuchen und als Ölwehrhänger ausgestattet werden soll. In diesem Jahr musste bereits eine Ölspur bekämpft werden, vor kurzem war man mit zum Waldbrand an der nahen Heide ausgerückt.

Zum Empfang hatten sich neben Ordnungsamtsleiter Martin Schröder auch die Wehrleiter aus Fischbeck, Wust, Klietz und Neuermark-Lübars eingefunden gehabt.