Elbe-Havel-Land l Immer wenn der Winter bevorsteht, werden die Gerätehäuser der Feuerwehren von Kontrolleuren aus verschiedenen Wehren und dem Ordnungsamt begutachtet: Sind die Fahrtenbücher der Einsatzfahrzeuge auf dem aktuellen Stand, wann steht deren nächste Überprüfung an? Sind Leitern und wasserführende Armaturen alle überprüft? – Das ist einmal jährlich nötig. Atemschutztechnik muss sogar zweimal jährlich zur Überprüfung in die Feuerwehrtechnische Zentrale nach Arneburg. Auch die Beladung der Einsatzfahrzeuge wird dort jährlich überprüft.

Augenmerk legten die acht Kontrolleure, welche in zwei Gruppen im Nord- und Südbereich der Verbandsgemeinde unterwegs waren, auch auf die ortsveränderlichen elektrischen Geräte. Auch diese müssen einmal jährlich überprüft werden. Über den neuen hauptamtlichen Gerätewart Ringo Urbahn sollen diese Geräte künftig zentral erfasst werden, dieser kümmert sich dann auch um die Überprüfung. Er war bei der Kontrolle natürlich auch dabei.

Keine großen Mängel entdeckt

„Gravierende Mängel wurden nicht gefunden, der Termin war ja auch lange genug bekannt“, erklärte Verbandsgemeindewehrleiter Uwe Engel nach der gemeinsamen Auswertung in Klietz. Dennoch gab es kleinere Beanstandungen: So wurden unter anderem in Scharlibbe, Wust, Sydow und Schönhausen Einsatzhelme entdeckt, deren Nutzungsdauer – das sind zehn Jahre – abgelaufen war oder die nicht mehr regelkonform sind. So wie ein Helm in Sydow, welcher sich bei hohen Temperaturen nach innen wölbt und dadurch Verletzungen beim Träger verursachen kann.

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In Wust erfuhren die Kontrolleure vom Wehrleiter Steffen Gottschalk, dass am Donnerstag das neue Einsatzfahrzeug eintrifft, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10. Platz wurde dafür schon geschaffen.

Einheitliches Programm geplant

Kontrolliert oder abgeglichen werden auch der Ausbildungsstand der jeweiligen Aktiven, deren persönliche Ausrüstung sowie die Protokolle der Brunnenprüfungen. Künftig soll dazu in allen Wehren ein einheitliches Computerprogramm installiert werden, das vereinfacht alles.

Eine Neuanschaffung gab es in Sydow zu bestaunen: Hier steht eine neue Motorspritze auf dem 2001 erbauten Einsatzfahrzeug, welche bis zu 1500 Liter Wasser die Minute fördern kann. Das Gerät benötigt eine eigene Ladeerhaltung, informierte Ortswehrleiter Alexander Kerst. Die fast 20 Jahre alte Vorgänger-Pumpe war unzuverlässig.

Sydow hat aktuell acht Aktive, fünf Einsätze wurden dieses Jahr bereits absolviert. Die Feuerwehr in dem kleinen Wuster Ortsteil wurde übrigens erstaunlich zeitig gegründet – nämlich schon 1912. Vor 20 Jahren zog die Wehr ins jetzige Gerätehaus, gleich nebenan befindet sich das Dorfgemeinschaftshaus.