Schönhausen l Nun hieß es, Abschied von einander zu nehmen. So voll wie sonst nur zu Weihnachten war die Schönhauser Kirche am Sonntagnachmittag. Aus allen Orten des Pfarrbereiches strömten die Menschen herbei, um bei der Verabschiedung von Pfarrer Ralf Euker dabei zu sein. Sie alle reichtem ihm und seiner Frau Kerstin die Hand, um Dank zu sagen für Zuspruch, Motivation, Engagement, Trost, Freundschaft – für ein Jahrzehnt gemeinsamen Weges. Der ist nun beendet. Eukers sind nach Hamburg-Neuenfelde gezogen. Hier, in seiner Heimat, betreut Ralf Euker nun eine Gemeinde.

Es sind nur Schlaglichter, die er auf seine Schönhausen-Zeit werfen konnte: 800 Jahre Kirchweih mit Altareinweihung 2012, der 200. Geburtstag Otto von Bismarcks 2015, die Hilfe nach der Flut, das Engagement für die Flüchtlinge, der Start der Andachten dienstags in der offenen Kirche Schollene und die Gemeindefeste in Schollene oder der 10. Altmärkische ökumenische Kirchentag. Und dann noch die vielen Bau- und Restaurierungsprojekte in den sieben Kirchen des Pfarrbereiches, „die der patente Bauausschuss geschultert hat“.

Entpflichtung nach zehn Jahren

Die Entpflichtung nahm Superintendent Michael Kleemann mit den Pfarrern Tobias Eichenberg und Dorit Lau-Stöber, der Kreisreferentin für Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, Steffi Hohmann, sowie Gemeindepädagoge Andreas Gierke vor.

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Der Superintendent sagte Kerstin und Ralf Euker „von Herzen Dank“. Viel habe man Ralf Euker auch beim Kirchenkreis zu verdanken – die Homepage beispielsweise, Fortbildungskurse und eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit. „Vieles bleibt auf Dauer in Erinnerung. Du bist ein Motivator, kannst Ehrenamtliche mitnehmen.“

Dankende Worte

Das bestätigten bei den Grußworten beispielsweise die Schollener: „Wir haben viel gelernt, vor allem selbst Verantwortung zu übernehmen und unsere Kirche zum Aushängeschild im Ort zu machen“, sagte Birgit Lewerenz. Prädikantin Michaela Möbius aus Schönhausen sprach ebenfalls dankende Worte, zur Erinnerung schenkten die Schönhauser ihm das Vortragekreuz. Weiterhin verabschiedeten sich dankend unter anderem Ute Hotopp vom Kindergottesdienstteam, Karl-Heinz Pick und Jens Fünfarek von der Feuerwehr, Mediengestalter Jörg Kluge für zahlreiche gemeinsame Projekte, die Konfirmanden, die Kommunalgemeinde...

Musikalische Grüße

Es war auch ein sehr musikalischer Abschied: Der Posaunenchor, dem der Pfarrer grandiose Leistungen bescheinigte, Domkantor Johannes Schymalla an der Orgel, der Flötenkreis, die beiden Singkreise und die Band der Jungen Gemeinde überbrachten einen letzten musikalischen Gruß.

Nachdem viele Worte gesagt und Hände geschüttelt waren, machten sich Eukers auf den Weg nach Hause – in Gedanken noch in Schönhausen. „Wir sind völlig überwältigt von der Größe und Herzlichkeit des Abschieds, den vielen Geschenken und beeindruckenden Musikbeiträgen im und nach dem Gottesdienst sowie den lieben Grußworten und ansonsten ausgesprochenen Worten des Dankes und guten Wünschen für uns. Die Elb-Havel-Länder haben uns bis zur letzten Minuten tief beeindruckt.“