Havelberg l Wie kommen die kleinen Löcher in die Zeitung? Das war nur eine von vielen Fragen, die die Schüler der beiden 4. Klassen der Havelberger Grundschule am Dienstag bei ihrem Besuch in der Volksstimme-Redaktion beantwortet haben wollten. Im Rahmen von SchmaZ junior (Schüler machen Zeitung) befassen sie sich zwei Wochen lang intensiv mit der Volksstimme, die sie direkt in die Schule geliefert bekommen. Doch wollen sie nicht nur lesen und über Artikel sprechen, sondern auch selbst tätig werden. Annalena hat zum Beispiel zu Hause mit ihrem Nachbarn über den Zweiten Weltkrieg gesprochen. Paul möchte zusammen mit seinem Vati eine Geschichte über Havelberg schreiben. Hannes hat vor, die Feuerwehr in Nitzow vorzustellen, Selina will mit ihrem Papa über die alte Sekundarschule sprechen.

Beim Redaktionsbesuch standen aber zunächst einmal Fragen rund um die Zeitung im Mittelpunkt. Redaktionsleiterin Andrea Schröder berichtete, wie der Alltag der Journalisten aussieht, wie sie zu ihren Informationen kommen, wie die Zeitung am Rechner mit Texten und Fotos layoutet wird, was im Druckhaus passiert und wie viele Zusteller dafür sorgen, dass die Abonnenten frühmorgens pünktlich ihre Zeitung im Kasten haben. Interessant fanden die Kinder auch den Blick in alte Zeitungen. Die ältesten in der Redaktion archivierten Ausgaben sind 65 Jahre alt. Volksstimme-Praktikantin Elisabeth Schneider zeigte den Schülern auch den Zeitungsband vom September 2014 mit einem Bericht von der Einschulungsfeier für die heutigen Viertklässler. Mit vielen Antworten auf dem Zettel oder im Kopf machten sich die Schüler wieder auf den Weg zurück zur Grundschule. Dort warteten ihre eigenen Zeitungen – mit den kleinen Löchern, die beim Druckprozess ins Papier kommen.

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