Konzept

Stadtentwicklung Havelberg: Viele Hinweise zum Thema Verkehr

Über den aktuellen Stand bei der Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes in Havelberg haben „Die Raumplaner“ aus Berlin die Mitglieder der drei Fachausschüsse des Stadtrates informiert.

Von Andrea Schröder
Ein  seltenes Bild: Die Mitglieder der drei Fachausschüsse des Havelberger Stadtrates trafen sich zur gemeinsamen Sitzung in der Festhalle in Nitzow.
Ein seltenes Bild: Die Mitglieder der drei Fachausschüsse des Havelberger Stadtrates trafen sich zur gemeinsamen Sitzung in der Festhalle in Nitzow. Foto: Andrea Schröder

Nitzow - Was wünschen sich die Havelberger für ihre Stadt in der Zukunft? Was ist bereits vorhanden? Was ist gut, was nicht? Was sollte geändert werden? Diese und weitere Fragen standen in den vergangenen Monaten im Vordergrund bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Havelberg 2035 (ISEK). Der Arbeitskreis mit Vertretern aus der Stadtverwaltung sowie aus verschiedenen Bereichen hat dreimal getagt. Zudem waren Bürger aufgefordert, ihre Ansichten und Ideen zu den Themen Bildung und Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Verkehr und Tourismus sowie Zentrenentwicklung, Wohnen und Klimaschutz einzubringen. Die Ergebnisse wurden den Mitgliedern der drei Fachausschüsse des Stadtrates bei einer gemeinsamen Sitzung in der Festhalle in Nitzow vorgestellt.

Das von der Stadt beauftragte Büro „Die Raumplaner“ aus Berlin hat alle Ergebnisse zusammengestellt. Sie sind die Basis für das Konzept. Zunächst wird ein Zielsystem erarbeitet, dann folgen konkrete Maßnahmen, sagte Raumplanerin Inga Möller. Diese sind die Grundlage für die Fraktionsarbeit, erklärte Kämmerin und Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski. Bevor das ISEK zum Ende des Jahres im Stadtrat zur Beschlussfassung steht, wird der Entwurf den Stadträten und Mitgliedern des Arbeitskreises vorgestellt. Auch die Bürger erhalten nochmals die Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Beteiligung im Netz und per Fragebogen

An der Befragung im Internet beziehungsweise per Fragebogen, die im Februar/März für einen Monat lief, hatte es insgesamt 437 Einträge und Hinweise gegeben. Sieben Handlungsfelder waren vorgegeben. Die meisten Reaktionen gab es mit 114 zum Thema Verkehr. Zum Öffentlichen Raum gingen 72 Hinweise ein, zum Tourismus 62, zur Bildung 51, zur Wirtschaft 49, zur Daseinsvorsorge 52 und zu Bauen und Wohnen 37. Im Internet gab es 260 Einträge, per Fragebogen 177.

„Die Raumplaner“ haben zu den einzelnen Themen die Ideen und Schwerpunkte aus dem Arbeitskreis und aus der Bürgerbeteiligung zusammengefasst. Weil die Vereinsstruktur sehr groß ist in Havelberg und mehrfach der Wunsch nach einer Vernetzung der Angebote genannt wurde, hatten die Raumplaner dazu eine Extra-Befragung vorgenommen. Auch hier ist eine gute Beteiligung zu erkennen, sagte Inga Möller.

Im ehemaligen Modehaus Steuer in der Scabellstraße befindet sich eine Ausstellung zum ISEK, die erweitert werden soll. Um zu erfahren, was sich Jugendliche für ihre Stadt wünschen, findet an diesem Freitag, 18. Juni, eine Ideenwerkstatt beim Kulturprojekt Stadtinsel statt. Näheres dazu, Ergebnisprotokolle der Arbeitskreise und anderes mehr ist im Internet zu sehen unter https://www.havelberg.de/de/isek-2035.html