Sandau l „Ich freue mich auf neue Ideen im Stadtrat“, meinte der Sandauer Bürgermeister Henry Wagner mit Blick auf die vier neuen Abgeordneten zur Eröffnung der konstituierenden Sitzung. Neu im Gremium sitzen Doreen Radecker, Holger Köhne, Matthias Zepernick und Rainer Hinmüller. Sie und auch die anderen Ratsmitglieder wurden anfangs durch Wolfgang Hellwig, dem ältesten Ratsmitglied, auf die gewissenhafte Erfüllung der Amtspflichten hingewiesen und verpflichtet.

In offener Wahl fand im Anschluss die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters statt. Vorher hatte das Amt Silvio Wulfänger inne, doch kandidierte er nicht wieder für den Rat. Im Vorfeld hatte der Bürgermeister schon einige Gespräche geführt und schlug darum Wolfgang Hellwig als seinen Stellvertreter vor. Zudem schlugen Holger Köhne und Wolfgang Hellwig den nicht anwesenden Jörg Müller für den Posten vor, doch informierte Henry Wagner dazu, dass dieser dieses Amt nicht antreten wolle. Somit blieb Wolfgang Hellwig einziger Kandidat und wurde einstimmig gewählt.

Als ersten Beschluss behandelte das neue Gremium die Gültigkeit der Wahl. Da keine Einwände eingetroffen waren, ist sie gültig, wurde einstimmig festgestellt. Henry Wagner dankte aus diesem Anlass allen städtischen Wahlhelfern.

Fragen erlaubt

Der zweite Beschluss betraf die Geschäftsordnung, wo zwei Punkte geändert wurden. Unter anderem jener, welcher besagte, dass Gäste keine Fragen zu Themen von der Tagesordnung stellen dürfen. Er wäre dafür, solche Fragen zuzulassen, meinte Henry Wagner. Bislang habe man dazu bei den Sitzungen immer eine Pause eingelegt. Auch Wolfgang Hellwig und Peter Damker schlossen sich dem an. Also wurde der Passus entsprechend einstimmig geändert.

Geschlossen votierte der Stadtrat auch für den Vertreter im Wasserverband Havelberg (TAHV): Dies war bislang Henry Wagner – er soll das Ehrenamt auch künftig ausfüllen. „Du stehst in der Materie“, begründete Wolfgang Hellwig.

Er gab in der Fragestunde noch einen wichtigen Hinweis: Normalerweise waren bislang im Stadtrat aus gegebenem Anlass nur zeitweilige Arbeitsgruppen gebildet worden. Oftmals habe man aber im Rat zu bestimmten Themen arg lange diskutiert, so dass die Bildung eines Ausschusses – zum Beispiel für Bau, Wirtschaft und Tourismus – sinnvoll wäre. Gerade auch mit Blick auf den anstehenden Umbau des Rathauses. Ordnung und Sicherheit wären ein weiteres wichtiges Thema. Dazu sollte man sich auf der nächsten Ratssitzung verständigen – sie soll Anfang August stattfinden.

Henry Wagner begrüßte den Vorschlag. Nötig wären dafür etwa drei bis vier Mitglieder, meinte er. Ein Ausschuss würde die Ratssitzungen sicherlich spürbar entlasten.