Havelberg l  „Wir bringen den Segen in jedes Haus“ sangen die Sternsinger vor Museumsleiterin Antje Reichel. Diese führte sie anschließend ins Büro zu einem Schrank mit alten Büchern, wo sie erfuhren, woher der Begriff „ein Buch aufschlagen“ stammt: Man musste mit der Faust auf ein Buch schlagen, damit dessen Verschlüsse aufsprangen. Anschließend stöberten die Kinder noch durchs Museum und nahmen an der Kaffeetafel Platz. Zu dem Zeitpunkt hatten die Kinder bereits über 100 Auftritte in Sandau, Havelberg, Kamern und Klietz absolviert und dabei 2219 Euro gesammelt. Begonnen wurde die regionale Aktion am 29. Dezember mit Auftritten in den Pflegeheimen, den letzten Besuch statteten die sechs kleinen Könige dem Sandauer Bürgermeister Henry Wagner ab.

 Organisatorin Maria Zohm wurde wieder von Almut Matthey unterstützt, die Kinder Maria Matthey sowie Christina und Alina Janus absolvierten die meisten Auftritte. Die Aktion in der Region läuft seit über 20 Jahren, begründet hatte sie die Sandauerin Maria Wisgrille. Der älteste Segensspruch findet sich am Haus von Emmi Fricke in Sandau, sie stammt von 1998. Statt Kreide werden dafür seit einigen Jahren Aufkleber verwandt, doch hat die Kreide noch nicht ausgedient – zum Beispiel in den Rathäusern in Havelberg und Sandau sowie im Museum. Besucht werden nicht nur Katholiken, sondern auch evangelische und atheistische Haushalte. Das Geld kommt diesmal behinderten Kindern in Peru zugute.

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