Schollene l Laub harken, Unkraut beseitigen, Hütten und Zelte aufbauen, Tannengrün und Nadelbäume für den Schmuck verteilen und anbringen, Tische putzen und schleppen und anderes mehr gehörte am Sonnabend zu den Aufgaben auf dem Schollener Festplatz. Nachdem der Heimatverein wenige Wochen vor dem Weihachtsmarkt erfahren hatte, dass dieser nicht wie gewohnt am Schloss stattfinden kann, war guter Rat teuer und vor allem die Initiative vieler Einwohner gefragt. „Ich freue mich, dass hier heute so viele Schollener mithelfen“, sagt Erika Gorges, die im Heimatverein seit Jahren die organisatorischen Fäden für den Weihnachtsmarkt in ihren Händen hält.

Die Sicherheit im alten Gebäude des Schlosses ist nicht mehr gewährleistet, nennt Marika Jaworsky, Leiterin des Seniorenwohnparkes, den Grund. Und der Platz vor dem Schloss hätte nicht für alle gereicht.

40 Händler haben sich für den Weihnachtsmarkt angemeldet, berichtet Erika Gorges. Für jene mit filigranen Weihnachts- und Winterdekorationen wurde ein großes Zelt angemietet. Zudem wird es 22 Verkaufsstände rings um das asphaltierte Rund an der Bühne des Festplatzes geben. Die Fläche kann nicht bebaut werden. Dort sollen Festzeltgarnituren, die Feuerschale und ein kleinerer Weihnachtsbaum stehen. Die Schollener hoffen, dass mit den Zelten und Buden rundherum dennoch ein angenehmes Flair entsteht, auch wenn das nicht mit dem kuscheligen Ambiente des Schloss-Areals vergleichbar ist. Neue Auflagen durch das Gewerbeamt erschwerten die Vorbereitung zusätzlich. So ist zum Beispiel ein Lageplan erforderlich, wo genau verzeichnet ist, wer wo steht und was anbietet.

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Musik und Weihnachtsmann

Die Besucher des Weihnachtsmarktes können sich am kommenden Sonnabend auf viel Kunstgewerbliches freuen. Gestecke, Kränze, Kerzen, Glaskugeln, Handarbeiten, Töpferwaren gehören dazu. Ebenso Laubsägearbeiten in Form von Pyramiden und Schwibbögen sowie Holzschnitzereien von Kettensägern. Der Heimatverein bietet die neuen, der Umwelt zuliebe angefertigten Stoffbeutel zu 1070 Jahren Schollene an. Für Kinder steht eine Kreativwerkstatt bereit. Essen und Trinken wird es in großer Auswahl geben. Fleischer, Fischer und Bäcker sind da. Neben Altbekannten sind auch wieder neue Händler mit dabei. Erika Gorges ist dafür das Jahr über auf Märkten im Elb-Havel-Winkel und im Havelland unterwegs, um neue Interessenten zu gewinnen.

Um 14 Uhr öffnet der Schollener Weihnachtsmarkt am 1. Dezember seine Pforten. Der Chor der Grundschule Klietz eröffnet das Bühnenprogramm mit einem bunten Mix aus Weihnachtsliedern. Die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr Schollene haben gemeinsam mit Kindern aus der Gemeinde ein Programm einstudiert. Gegen 16.30 Uhr treten die Jagdhornbläser unter Leitung von Simeon Simeonov auf. Der Weihnachtsmann hat seinen Besuch für 15.30 Uhr angekündigt.

„Wir werden sehen, wie sich der Markt dieses Jahr entwickelt. Er ist immer noch ausbaufähig“, ist Erika Gorges auf den neuen Standort gespannt. Die Händler waren traurig, dass das Schloss nicht mehr zur Verfügung steht und somit das schöne Ambiente fehlt. Doch geben sich Heimatverein, Sportverein, Feuerwehr und weitere Helfer große Mühe, damit auch der Weihnachtsmarkt auf dem Festplatz erfolgreich wird. Dafür sind weitere Arbeitseinsätze am Freitag ab 14 Uhr und am Sonnabendvormittag geplant, denn einige Dinge können erst dann erledigt werden. Am zurückliegenden Sonnabend wurde schon viel geschafft. Zum Dank gab es Deftiges vom Grill sowie Kaffee und Kuchen.

„Wir hoffen, dass uns die Besucher die Treue halten und wir einen schönen Weihnachtsmarkt feiern können“, lädt Erika Gorges im Namen des Heimatvereins und aller Helfer zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Markt ein.