Immekath l Über Generationen hinweg war Christa Hartmann die gute Seele der Immekather Kindertagesstätte. Nun hat die langjährige Mitarbeiterin das Rentenalter erreicht. Am Montag um 12.30 Uhr endete ihr letzter Arbeitstag. Davor gab es noch den verdienten Abschied.

Lob und Dank war Christa Hartmann gewiss. „Du wirst uns fehlen“, bekannte Kita-Leiterin Antje Stolle. „Mit deiner Energie, deinem Tatendrang und deiner Fürsorge für die Kinder.“

Herz und Humor

Den Beruf der Krippenerzieherin hatte Christa Hartmann Anfang der 1970er Jahre in der Klötzer Hagenstraße erlernt. Dann ging es nach Immekath. Dort wirkte sie mehr als vier Dekaden lang. Auch den vorübergehenden Umzug nach Kusey, als in Immekath bis 1996 der Neubau entstand, machte Christa Hartmann mit. Die ganze Zeit über füllte sie das Haus der lustigen Bienchen mit Lockerheit und Lebensfreude, versprühte Herzenswärme und Humor, überzeugte mit Einstellung und Empathie. Sie liebte die Kinder –und die Kinder liebten sie.

Das wurde auch während der Feierstunde deutlich. Die Gruppen legten sich mächtig ins Zeug, ob beim Zwergentanz oder der Entengeschichte. Jedes einzelne Kind trat vor und überbrachte Christa Hartmann einen persönlichen Gruß, verbunden mit den allerbesten Wünschen. Auch die Kolleginnen Antje Stolle, Ilona Wolff, Christiane Treichel, Gerda Weber und Gabi Müller ließen sich nicht lumpen und besangen die kleinen Ticks und großen Leidenschaften von Christa Hartmann. In dem Lied war zum Beispiel von der Abneigung gegen Kaffee die Rede, aber auch von der Zuneigung für Blumen. Erwähnt wurden auch die Hobbys von Christa Hartmann, nämlich Schwimmen und Radfahren. Für all das bleibt der Rentnerin nun mehr Zeit, ebenso wie für die Familie. Auf ihre Erfahrung, „von der wir alle profitiert haben“, wie Antje Stolle betonte, wird man in der Immekather Kita fortan verzichten müssen, wenngleich die 63-Jährige versprach, sich hin und wieder mal blicken zu lassen. Ihre Nachfolge, so hieß es, werde Vanessa Laschefski antreten.

Geschenke gab es auch vom stellvertretenden Klötzer Bürgermeister Christian Hinze-Riechers, von Klaus Bergmann vom Personalrat, von der Elternvertretung um Antje Kampe und von Hans-Jürgen Zeitz vom Immekather Ortschaftsrat. „Wie eine Rentnerin sehen Sie gar nicht aus“, stellte Hinze-Riechers staunend fest. „Kinder halten eben jung“, verriet Christa Hartmann ihr Geheimnis. Und: „Ich war gerne Erzieherin. Es war eine schöne Zeit. Ich werde euch nie vergessen.“