Klötze l Fleißig gebuddelt wurde in den vergangenen Wochen in der Kernstadt Klötze. Arbeiter verlegten Leitungen für das Breitandnetz, das die Avacon Netz GmbH in der Purnitzstadt aufbaut. Die Stadt Klötze ist Partner bei dem Pilotprojekt, im Januar erfolgte der erste Spatenstich. Seitdem wurden bereits einige Gehwege geöffnet und die Leitungen in die Erde gebracht.

Auswirkungen auf den Baufortschritt hat derzeit die Corona-Pandemie. Weniger Arbeiter sind im Einsatz, um das Projekt voran zu bringen, wie Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels informierte. Vor einiger Zeit sei noch gleichzeitig in vielen Straßen gebaut worden. Dadurch sollte die Bauzeit für das große Projekt „gering“ gehalten werden, wie es in der Mitteilung heißt. „Somit war auch der Einsatz von vielen Arbeitskräften vor Ort nötig.“ Die ausführende Baufirma beschäftige auch Arbeitskräfte aus Polen. In Anbetracht der besonderen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus hätte man nun auf den Baustellen reagieren müssen. „Das heißt, dass zu den Beschränkungen der Freizügigkeit im Schengenraum Möglichkeiten genutzt wurden, die die Aufrechterhaltung von kritischen öffentlichen Telekommunikationsinfrastrukturen gewährleisten“, teilt der Bürgermeister mit. Die Zahl der Arbeiter vor Ort sei auf zehn verringert worden. Hinzu kämen Arbeitskräfte, „die mit hochwertiger Technik arbeiten“, wie es weiter heißt.

Über 20 Hausanschlüsse sind vorbereitet

Aufgrund der Entwicklungen sei es erforderlich gewesen, einige der bereits geöffneten Gehwege wieder provisorisch zu schließen. „Sollte der Eindruck entstehen, dass die Arbeiten abgeschlossen sind, so ist das nicht der Fall“, wird in der Mitteilung betont.

An einigen Straßen seien die Tiefbauarbeiten zwar beendet, doch die Glasfaser liege noch nicht im Boden. Um das zu ändern, muss stellenweise wieder gebuddelt werden: „Beim Einblasen ist es nicht zu vermeiden, dass einige Punkte wieder, für zirka einen halben Tag, geöffnet werden müssen.“ Unterstrichen wird, dass der jetzige Zustand der Wege „noch kein Endergebnis ist“. Abschließende Abnahmen seien noch nicht erfolgt.

Persönlich richtet sich Bürgermeister Uwe Bartels an die Einwohner: „Ich bitte Sie, als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Klötze, den vorübergehenden Zustand, außer bei gravierenden Mängeln, die sich als Gefahr im öffentlichen Raum darstellen, zu tolerieren.“ Das Stadtoberhaupt versicherte, dass die Stadt bemüht sei, den Breitbandausbau in Klötze zur Zufriedenheit der Einwohner umzusetzen.

Zum aktuellen Stand der Baufortschritte wird mitgeteilt, dass mehr als 20 Hausanschlüsse vorbereitet seien – „und es werden täglich mehr“. In den Häusern kann derzeit aber nicht gearbeitet werden. Mit Blick auf die aktuelle Lage und die Allgemeinverfügung, die das Land aufgrund des Coronavirus erlassen hat, sei ein Anschluss im Innenbereich gerade nicht möglich.

„So wie es Änderungen gibt, wird die Abarbeitung des Vorhabens in vollem Umfang wieder anlaufen“, wird vorausgeblickt. Alle Mängel könnten dann beseitigt werden.