Rohrberg l Das Sommerlager am Schoorberg, zu dem die Judo Crocodiles Rohrberg in jedem Jahr einladen, wird immer beliebter. „In diesem Jahr haben wir wieder unsere Kapazitätsgrenze erreicht“, freute sich Stefan Lüttich, Judo-Sektionschef des Sportvereins (SV) 04 Rohrberg, im Gespräch mit der Volksstimme. 39 Kinder und Jugendliche haben sich für die acht tollen Tage angemeldet, die nicht nur viel Training auf der Matte, sondern auch jede Menge anderer Freizeitbeschäftigungen beinhalteten. Neben dem eigenen Vereinsnachwuchs sind auch Teilnehmer aus Wolfsburg, Stendal und Salzwedel mit von der Partie.

Sieben Trainer leiten an

Den Auftakt machte ein zünftiger Grillabend am vergangenen Sonntag. „Den haben wir zusammen mit den Eltern organisiert“, erzählte Stefan Lüttich. Viele der jungen Camp-Teilnehmer würden sich schon aus früheren Jahren kennen, so dass die Wiedersehensfreude groß war. „Komplette Neulinge haben wir nur sechs dabei“, so der Sektionschef.

Herzstück des Sommerlagers sind die Trainingseinheiten in der Walter-Tepelmann-Halle. Jeden Vormittag und Nachmittag jeweils drei Stunden stehen die Judoka im Alter von sieben bis 17 Jahren auf der Matte und üben für die bevorstehende Gürtelprüfung. „Bis auf einen Gürtelgrad decken wir diesmal alles ab“, erklärte Stefan Lüttich, der selbst als Trainer seine Erfahrungen an den Nachwuchs weitergibt. Unterstützt wird der Beetzendorfer von seinen Trainerkollegen Frank Pelczarski, Yvonne Graf, Tim Trüe, Colvin Camehl, Philip Maß und Juliane Fischer. Zudem sind die beiden Teamerinnen Kathleen Stolz und Juliane Massel mit dabei.

Für jeden Gürtelgrad gibt es ein festes Repertoire an Fall-, Wurf- und Bodentechniken, das beherrscht werden muss. Wie gut die jungen Judoka ihr Programm bereits beherrschen, wird sich bei der Vorprüfung zeigen, die heute in der Sporthalle stattfindet. „Da entscheidet sich, wer zur Gürtelprüfung antreten darf“, berichtete Stefan Lüttich.

Mappe muss gestaltet werden

Neben einem Abstecher ins Beetzendorfer Stölpenbad durfte beim Sommerlager auch die traditionelle Judo-Safari nicht fehlen. Die bestand aus drei Teilen. Zunächst wetteiferten die Teilnehmer im leichtathletischen Dreikampf aus Sprint, Weitwurf und Weitsprung um Punkte. Dann ging es an die Kreativarbeit. „Die bestand diesmal darin, einen eigenen Judo-Ordner individuell zu gestalten“, so der Sektionschef. In der Mappe können später auch die erworbenen Urkunden und Medaillen ihren Platz finden.

Dritter Teil der Judo-Safari ist das sogenannte japanische Turnier. Dabei absolvierten die Teilnehmer bis zu fünf Kämpfe. Je mehr davon gewonnen wurden, desto höher die Punkteausbeute. Am Ende wurden alle Punkte der drei Wettbewerbsteile zusammengerechnet und die begehrten Safari-Abzeichen verteilt, die vom gelben Känguruh bis zum schwarzen Panther reichten.

Dass das Lager zu einem Erfolg wurde, ist auch den fleißigen Helfern zu verdanken. Neben Dirk Vorsatz, Diana Stolz, Nancy Arnold und Ina Punke vom Orgateam haben diesmal auch sehr viele Eltern die Organisatoren unterstützt. „Dafür ein großes Dankeschön“, freute sich Stefan Lüttich.