Musik

Klötzer Chöre starten nach der Corona-Pandemie mit den ersten Proben

Nach zum Teil über einem Jahr Corona-Pause planen die Frauen- und Männerchöre der Einheitsgemeinde Klötze wieder die Rückkehr in das halbwegs normale Vereinsleben. Den Auftakt vollzog der Männergesangverein Jahrstedt-Germenau mit dem ersten Probenabend.

Von Henning Lehmann
Im Februar 2020 trat  der Frauenchor Steimke das letzte Mal vor der Corona-Pandemie auf. Nun sehnen sich die Frauen unter der musikalischen Leitung von Elisabeth Bratke (rechts) nach dem ersten Singeabend. Den soll es unter freiem Himmel geben.
Im Februar 2020 trat der Frauenchor Steimke das letzte Mal vor der Corona-Pandemie auf. Nun sehnen sich die Frauen unter der musikalischen Leitung von Elisabeth Bratke (rechts) nach dem ersten Singeabend. Den soll es unter freiem Himmel geben. Foto: Henning Lehmann

Klötze - Elisabeth Bratke kann sich noch ganz genau an den letzten Probenabend und öffentlichen Auftritt des Frauenchors Steimke vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erinnern. „Der letzte Singeabend war am 17. März 2020 und den letzten öffentlichen Auftritt als Chor hatten wir einen Monat zuvor zur Jubiläumsfeier 30 Jahre Grenzöffnung in Steimke“, blickt die musikalische Leiterin des Ensembles zurück. Sie und ihre Frauen freuen sich, dass Singen in der Gemeinschaft unter den aktuellen Hygieneauflagen wieder möglich ist.

Gemeinsam mit der Vorsitzenden Birgit Irmscher hat sie sich schon Gedanken gemacht, wie es nach der Pandemie weitergehen soll. „Wir warten ab, bis alle Frauen ihre Impfungen erhalten haben und starten wieder neu“, erzählt die 82-Jährige, die seit 1962 den Steimker Frauenchor dirigiert und somit 2022 ihr 60-jähriges Jubiläum feiert. Elisabeth Bratke plant zunächst einen Singeabend unter freiem Himmel auf dem Schulplatz des Dorfes. „Da probieren wir, ob wir Lieder und Texte während der 16-monatigen Pause nicht vergessen haben und noch singen können“, scherzt die engagierte Chorleiterin.

Beim Männergesangverein Neuferchau ist zunächst für Juli eine Vorstandssitzung vorgesehen, wie Vorstandsmitglied Bruno Pauls informierte. Da soll festgelegt werden, wie es weiter geht und wann das männliche Geschlecht wieder im Saal proben darf. Das Chorleben ist seit Oktober 2020 mit der letzten Probe vollständig zum Erliegen gekommen. Besonders traurig sei, dass das Ensemble nicht auf der Beisetzung des Ehrenmitglieds und früheren Neuferchauer Bürgermeisters Hans Wapenhans im Mai einen musikalischen Abschiedsgruß geben konnte.

Kuseyer suchen noch eine Lokalität

Seinen ersten Probenabend hat der Männergesangverein Jahrstedt-Germenau hingegen schon am Mittwoch im Saal vollzogen. „Wir hatten die Genehmigung von der Stadt Klötze erhalten, den Saal unter Einhaltung der Abstandsregelungen zu nutzen. Jedes anwesende Mitglied saß an einem Tisch, wir haben das erste Mal seit Oktober 2020 wieder gemeinsam gesungen“, informierte der Vorsitzende Lutz Sperling. Dabei ergänzte er, dass es gut klappte, auch weil der Saal eine gute Akustik hat.

Die für dieses Jahr vorgesehne 145-Jahr-Feier des 20 Mann starken Chores soll 2022 nachgeholt werden. Die Probeabende sind wie vor der Corona-Pandemie immer mittwochs ab 20 Uhr im Saal.

Die 24 Kunrauer Sangesbrüder mussten ihr 135-jähriges Jubiläum von 2020 erneut verschieben, da auch 2021 coronabedingt kein großes Fest möglich war. Es soll jetzt 2022 stattfinden.

Wie Vorsitzender Mike Böwing sagte, starten die Kunrauer unter ihrer Dirigentin Cindy Hasenbalg-Giggel erst nach den Sommerferien im September neu durch. Den Auftakt macht dabei zunächst die Generalversammlung.

Die Jahreszusammenkunft wollen die Kuseyer Sangesbrüder vom Männerchor Concordia nach den Vorstellungen des Vorsitzenden Wolfgang Gottschlich nach Möglichkeit noch in diesem Monat veranstalten. Doch dazu fehlt den 49 aktiven Männern noch eine passende Lokalität. Denn die Gaststätte „Brauner Hirsch“ ist geschlossen und zudem bis 1. August noch verpachtet, sagte der Chorchef.

Am Dienstag will Gottschlich das Problem klären und die Mitglieder dann zur Generalversammlung einladen. Während der Zusammenkunft wollen Sangesbrüder dann beraten, wie es nach der mehrmonatigen Corona-Pause weiter gehen soll und was für Auftritte im zweiten Halbjahr unter Einhaltung der Auflagen noch möglich sind. Dass es nach der Corona-Pause endlich wieder losgeht, darüber freuen sich nicht nur die aktiven Sänger, sondern auch ihre Chorleiterin Andrea Jürges.