Quarnebeck l Einige Stürme an der Grenze zum Orkan mussten die Einwohner von Klötze und der Ortsteile in diesem Jahr schon überstehen. Während die Unwetter in den meisten Fällen glimpflich abliefen, mussten die Quarnebecker, Wenzer und Trippiglebener ungewöhnlich lange und häufige Stromausfälle erdulden, weil Bäume auf die Leitungen fielen. Die Wehren bereiteten zum Teil in solchen Situationen schon Notunterkünfte in den Dorfgemeinschaftshäusern vor. Diesen Zustand wollen sie nicht länger hinnehmen.

Ortsbürgermeister Marco Wille nahm deshalb Kontakt zum Energieversorger Avacon auf. Jetzt waren die Gespräche von Erfolg gekrönt: „Die Ein-Kilovoltleitung zwischen Quarnebeck und dem Zartau kommt in Abschnitten dieses Jahr in die Erde“, kündigte Wille während der Jahreshauptversammlung der Quarnebecker Feuerwehr am Freitagabend im Saal an. Die Leitung von Jeggau nach Quarnebeck folge im nächsten Jahr. „Damit wird sich die Situation verbessern“, freute sich Wille.

Zudem dankte er den Quarnebecker Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. „Kleine Wehren werden oft gebraucht. Hilfeleistungen treten dabei immer stärker in den Vordergrund, Brandbekämpfung ist nicht mehr der Schwerpunkt.“

Marko Wille dankte auch für die Unterstützung der gemeinsamen Jugendwehr mit Technik und übergab im Namen des Ortschaftsrates eine Spende.

Gleiches hatte Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels im Namen des Stadtrates mitgebracht. Er betonte, dass sich die Quarnebecker bei 19 aktiven Mitgliedern, sechs Mitgliedern in der Alters- und Ehrenabteilung, sechs fördernden Mitgliedern und drei Jugendlichen mit mehr als zehn Prozent der Einwohner in der Feuerwehr engagieren.

Mitgliederanträge

Da passte es gut, dass weitere Mitglieder eine Aufnahme in die Wehr beantragt hatten. Reinhard Meyer ist einstimmig förderndes Mitglied geworden, Beatrice Schulze Mitglied der Wehr.

Geehrt wurden drei Kameraden: Dirk Jacobs engagiert sich seit 30 Jahren in der Feuerwehr, Detlef Jacobs und Ralf Bratz jeweils seit 40 Jahren.

Zuvor machte Gerätewart Gerhard Richter auf ein Problem aufmerksam: „Von technischer Seite her sind wir einsatzbereit“, resümierte er. „Eine Überprüfung der Wasserentnahmestellen hat zwar ergeben, dass alle Hydranten und Tiefbrunnen funktionieren, aber wie wir die im Dunkeln erreichen sollen, ist unklar.“ Er hoffte, dass es keinen Ernstfall geben wird, bei dem sie die Entnahmestellen erreichen müssen. Gleich im Anschluss besprach er mit Uwe Bartels und Marco Wille das Problem.

Ortswehrleiter Uwe Röhl kündigte an, dass die Ganztagsausbildung mit den Nachbarwehren am 25. August in Quarnebeck sein wird. Einsätze hatten die Quarnebecker im vergangenen Jahr 12 zu absolvieren: Vom Schornsteinbrand über bei Sturm gerissene Stromleitungen und umgestürzten Bäumen bis zur Überschwemmung war alles dabei.